Praktikanten im Silicon Valley verdienen bis zu 7000 Dollar im Monat

6. März 2014, 09:28
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Wettstreit um junge Talente führt zu beeindruckender Entlohnung

Bis zu 7.012 Dollar kann man im Silicon Valley als Praktikant verdienen: So viel zahlt die Software-Firma Palantir jungen Talenten, die im Unternehmen schnuppern. Palantir ist damit das bestzahlende Unternehmen, hebt sich allerdings nicht weit von der Konkurrenz ab: Auch die großen IT-Konzerne wie Microsoft, Google, Apple oder Facebook zahlen monatlich weit über 5.500 Dollar. Das hat eine Analyse der Karriere-Website Glassdoor ergeben.

Firmen gut bewertet

Insgesamt befinden sich 19 Unternehmen aus der IT-Branche unter den 25 am besten für Praktika bezahlenden Firmen. Die Statistik wurde aus Eigenaussagen von Praktikanten berechnet, die ihre Arbeitgeber anonym auf Glassdoor bewerten können. Die Firmen schnitten dabei auch abseits der monetären Entschädigung gut ab: So sollen sogenannte Interns bei Twitter laut Aussage eines Praktikanten "ihre Meinung zu praktisch allen Entscheidungen des Unternehmens" äußern können. Über Palantir: "Dort zu arbeiten, bedeutet, eine echte Mission zu haben. Nur wenige sind nur wegen des Geldes hier."

Rundum-Paket

Auch Apple gilt gemeinhin als guter Arbeitgeber für Praktikanten: Diese berichteten auf Quora, dass man als Intern "echten Einfluss auf die Produkte" habe und die eigene Meinung geschätzt werde. Der Konzern aus Cupertino sorgt dabei für ein Rundum-Paket, bietet etwa günstige Wohnmöglichkeiten, Ausflüge nach San Francisco und andere Freizeitmöglichkeiten. Apple beschäftige gern internationale Bewerber für Praktika, auch wenn deren Englisch nicht perfekt sei.

Wettstreit um Talente

Grund für die hohen Gehälter von Praktikanten könnte vor allem der Wettstreit um junge Talente sein: Durch den oftmals mehrmonatigen Aufenthalt werden sie an das Unternehmen gebunden und können später leichter rekrutiert werden, so meedia. Gleichzeitig sorgen hohe Lebensunterhaltungskosten im Silicon Valley für insgesamt höhere Einkommen in der IT-Branche. Das geht wiederum zu Lasten der alteingesessenen Bevölkerung, die nicht bei Technologiekonzernen beschäftigt ist. 

Hierzulande oft unbezahlt

Österreichische Praktikanten können von solchen Gehältern nur träumen: Eine vergangenes Jahr veröffentlichte Studie berichtete, dass Praktikanten oft unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze für ihre Arbeit entschädigt werden. Viele Unternehmen schreiben nur Volontariate aus, in denen oft nur ein "Taschengeld" oder überhaupt nichts bezahlt wird. (fsc, derStandard.at, 6.3.2014)

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    foto: faksimilie/glassdoor
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