Nordkorea lehnt Gespräche mit Süden ab

6. März 2014, 06:55
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Pjöngjang/Seoul - Nordkorea hat einen Vorschlag Südkoreas für neue Gespräche zwischen den Rot-Kreuz-Verbänden über Treffen zwischen auseinandergerissenen Familien zurückgewiesen. Die Atmosphäre sei derzeit nicht günstig für solche Unterredungen, hieß es am Donnerstag nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul in einer Mitteilung des nordkoreanischen Rot-Kreuz-Verbands.

Wichtige humanitäre Fragen wie regelmäßige Familientreffen könnten mit Rücksicht auf die Beziehungen nicht auf Rotkreuz-Ebene gelöst werden. Ob Nordkorea das Thema eventuell bei neuen Gesprächen zwischen hochrangigen Regierungsvertretern besprechen will, blieb zunächst unklar.

Verwandtentreffen

In der vergangenen Woche waren die ersten Verwandtentreffen seit mehr als drei Jahren beendet worden. Angehörige aus mehr als 160 Familien hatten sich zwischen dem 20. und 25. Februar in Nordkorea getroffen. Die Treffen waren ein wichtiges Zeichen der Annäherung. Beide Länder hatten davor sowohl Gespräche zwischen Vertretern ihrer Rot-Kreuz-Verbände als auch Regierungen geführt.

Nach mehreren Tests von Kurzstreckenraketen in den vergangenen Tagen durch Nordkorea hatte Südkorea dem kommunistischen Regime im Nachbarland offene Provokation vorgeworfen. (APA, 6.3.2014)

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