Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf Krim behindert

5. März 2014, 17:29
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Medien werden in Machtspiele hineingezogen, Überriffe auf Journalisten haben zugenommen

Kiew - Reporter ohne Grenzen hat eine Einschränkung der Pressefreiheit auf der ukrainischen Halbinsel Krim beklagt. Seit dort prorussische Einheiten die Macht übernommen hätten, würden Journalisten behindert, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr am Mittwoch in Berlin.

"Sowohl Russlands Präsident Wladimir Putin als auch die ukrainische Übergangsregierung ziehen die Medien in die Machtspiele um die Krim hinein", ergänzte Mihr. Maskierte Männer hätten über Stunden die Räume des Zentrums für investigativen Journalismus in Simferopol besetzt. Die unabhängige Fernseh- und Radiostation Schwarzmeer TV könne ihr Programm nicht mehr ausstrahlen. Nur der staatliche Sender Krim sei noch zu empfangen. Ein ukrainischer Kabelnetzbetreiber habe drei russische Fernsehsender abgeschaltet.

Zudem sei es zu Übergriffen auf Journalisten gekommen. "Gerade in dieser Krisensituation müssen Journalisten die Möglichkeit haben, uneingeschränkt und von allen Seiten über die Vorkommnisse zu informieren", forderte Mihr. (APA, 5.3.2014)

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