Asfinag investiert 880 Millionen Euro

5. März 2014, 14:06
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Wien - Die staatliche Autobahnholding Asfinag investiert heuer 880 Millionen Euro. Davon fließen 420 Millionen Euro in den Neubau und 460 Millionen Euro werden für die Erhaltung der bestehenden Autobahnen und Schnellstraßen ausgegeben. Ein Schwerpunkt liegt bei der Verkehrssicherheit, speziell im Tunnel, sagte Asfinag-Vorstand Alois Schedl am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Die steigenden Staatsschulden hätten keinerlei Auswirkungen auf die Asfinag. "Wir haben einen eigenen Rechnungskreis", so Schedl. 2010 wurden die Projekte evaluiert, da im Zuge der Wirtschaftskrise die Mauteinnahmen zurückgegangen sind. Aktuell liege man im 2011 vorgestellten Finanzplan und es gäbe keine Notwendigkeit, große Schritte zu setzen. Die Schulden würden tendenziell nach unten gehen und liegen aktuell bei 11,5 Mrd. Euro.

Für die größtmögliche Sicherheit im Tunnel werden bis 2019 rund 1,5 Milliarden Euro investiert. "Es werden 81 Tunnelanlagen auf den höchsten Stand der Sicherheitstechnik gebracht werden", so Schedl.

Vollausbau der Phyrnachse

Um die Tunnel auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, kommen unter anderem Thermoscanner und ein spezielles Akustiksystem zum Einsatz. Beim Thermoscanner handelt es sich um ein System, das überhitzte Lkw vor dem Tunnel zum Auskühlen ableitet. Aktuell gibt es diesen beim Karawankentunnel und es werden pro Jahr mehr als 400 überhitze Lkw aufgehalten.

Das Akustiksystem nimmt mit Spezialmikrofone Tunnelgeräusche auf und schlägt bei untypischem Lärm Alarm. Dafür investiert die Asfinag rund 40 Mio. Euro.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Vollausbau der Pyhrnachse. Große Projekte bei der Pyhrnautobahn sind der Bosrucktunnel mit 280 Mio. Euro, wo bis 2015 die Generalsanierung der zweiten Röhre abgeschlossen wird, der Vollausbau der Tunnelkette Klaus um 180 Mio. Euro, wo im Herbst 2014 die Hauptarbeiten starten und die Zweite Röhre des Geinalmtunnels, die um 260 Mio. Euro bis 2019 fertiggestellt wird.

Starker Rückgang Verkehrstoter

Für den Ausbau der A4 Ost Autobahn zwischen der Anschlussstelle Flughafen und der Anschlussstelle Fischamend hat die Hochtief Solution AG den Zuschlag bekommen, teilte die Asfinag am Mittwoch in einer Aussendung mit. Der Ausbau startet im April 2014 und es werden rund 32 Millionen Euro investiert.

Die Statistik bestätigt die Sicherheitsmaßnahmen der Asfinag: In den letzten zwölf Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten von 179 auf 37 zurückgegangen. (APA, 5.3.2014)

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