Venezuela wehrt sich bei UN gegen "Lügenkampagne"

5. März 2014, 05:30
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Außenminister Jaua beklagt Kampagne gegen Venezuela

Caracas/Genf - Seit einem Monat gehen fast täglich tausende Venezolaner auf die Straße, um gegen Präsident Nicolás Maduro und seine Regierung zu demonstrieren. Zuletzt folgten am Sonntag laut Medienberichten rund 20.000 Menschen einem solchen Aufruf. Die Vorwürfe: grassierende Kriminalität, untätige Polizei, die Wirtschaftskrise sowie die Zensur der Medien.

Vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf bezeichnete der venezolanische Außenminister Elías Jaua am Montag die internationale Kritik an seiner Regierung als Meinungsmache, die Teil einer "psychologischen Kriegsführung" und "internationalen Lügenkampagne" gegen sein Land sei. Venezuela werde als Staat dargestellt, der die Menschenrechte verletzte.

Zuletzt seien, so Jaua, Ordnungskräfte mehrfach mit Schusswaffen angegriffen worden. Diese hätten "angemessen und differenziert" auf die Gewalt reagiert. Von den bisher 18 Toten sei die Polizei nur für drei verantwortlich zu machen - die Täter seien bereits der Justiz überstellt worden. (red/DER STANDARD, 5.3.2014)

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