Troika und Athen uneins über Banken-Kapitalbedarf

4. März 2014, 18:48
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Insider: Griechen glauben an höchstens 6,2 Mrd. Euro, Troika an bis zu 8,5 Mrd. Euro

Athen - Griechenland und seine internationalen Geldgeber sind Insidern zufolge unterschiedlicher Auffassung über den Bedarf an zusätzlichem Kapital der griechischen Banken. Die griechische Zentralbank geht davon aus, dass die vier größten Institute des Landes 5,8 bis 6,2 Milliarden Euro brauchen. Die Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) denkt an bis zu 8,5 Mrd. Euro.

Die Troika kommt für die National Bank, die Piraeus Bank, die Eurobank und die Alpha Bank insgesamt auf einen Bedarf von 8,0 bis 8,5 Milliarden Euro. Daher kam es am Dienstag zu keiner Einigung, es wurde aber auch kein weiteren Treffen angesetzt, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person aus dem Banken-Umfeld am Dienstag.

Griechenlands Geldhäuser leiden unter einem immer größer werdenden Berg an faulen Krediten. Um nicht noch stärker in Schwierigkeiten zu geraten, müssen Banken ihre Sicherheitspuffer ausweiten. Ergebnisse eines Stresstests will die Zentralbank in Athen im Verlauf dieser Woche veröffentlichen. (APA, 4.3.2014)

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