Eliten und Referenzhöllen

4. März 2014, 19:08
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"Elite. Dagegen und dabei": Medienkunstfestival "Basics" bietet heuer Vorträge, Collagen und Konzerte

Elite. Dagegen und dabei heißt das Thema der diesjährigen Ausgabe des Medienkunstfestivals Basics.

Wer von Eliten spricht, meint Machtträger, und stellt damit Fragen zu Herrschaft, Bildung, Leistung und der Weitergabe von Macht. Auch die Kunst verbindet Elitäres und Exklusives: durch Inhalt, Form, Präsentation und Kontext - also ihre Interpretationsbedürftigkeit; als Distinktionsmerkmal, bei dem Künstler sich mit Wirtschafts- und Politeliten verhabern. Neuerdings ist von digitalen Eliten die Rede, diese machen mit Geheimniskrämerei skeptisch - Details dazu in Lutz Ellrichs Vortrag (am 14.). Kann also der Gegensatz zwischen Elite und "Masse" überwunden werden? Sind wir dagegen oder dabei? Fragen, die schon im Eröffnungsvortrag der Berliner Kulturwissenschaftlerin Vera Tollmann, Digitale Weltklassen (in der Galerie 5020), gestellt werden.

Das Kollektiv Wash (Fabio Cannalonga, Alexander Goll, Nicola Lieser) beschäftigt sich in seiner audiovisuellen Installation mit den Ritualen von Burschenschaften. Didi Neidhart begibt sich mit Jack It! in die Bastelecke, wo Starfotos, LP-Cover und Fanmemorabilien zusammengepickt werden: quasi ein modernes Poesiealbum. Am Freitag, den 14. März, spricht Ernst Logar über physische Grenzüberschreitung und Warenaustausch im öffentlichen Raum der europäischen Kulturhauptstadt 2012 Maribor. Georg Zoche sagt, dass Globalisierung einer privilegierten Minderheit dient. Die Soziologin Eva Flicker thematisiert die visuelle Ebene gesellschaftlicher Diskurse und zeigt, wie Bilder aus der Populärkultur Wissen um Macht- wie auch Gesellschaftskritik befördern. Am Samstag darauf konzertiert Kreisky, zur Eröffnung am Freitag gibt es ein Fest mit DJs. (dog, DER STANDARD, 5.3.2014)

7.-15. 3., Argekultur, Galerie 5020, Subnet, FH, Salzburg, 0662/84 87 84. 19.00

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