United Internet nimmt Kampf gegen Adblocker auf

4. März 2014, 14:17
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Warnhinweise auf web.de und GMX, um auf Gefahren bei der Nutzung von Werbeblockern aufmerksam zu machen

United Internet sagt Werbeblockern den Kampf an, das eingesetzte Mittel dafür stößt allerdings auf Kritik.

In den letzten Tagen wurden Nutzer auf den Portalen web.de und GMX mit einem Warnhinweis konfrontiert, dass die Sicherheit beim Surfen durch Add-ons eingeschränkt sei. "Diese seitenmanipulierenden Add-ons stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Sie dar!", hieß es beim Aufrufen.

User wurden zu einer Seite mit potenziell gefährlichen Add-ons geführt und dort mit Möglichkeiten zur Deinstallation versorgt. Einige der aufgelisteten Browser-Erweiterungen waren Ad-Blocker - also Programme, die Werbung unterdrücken.

Deinstallieren der Werbeblocker

Das Ziel der "Infokampagne" der E-Mail-Dienste war eher die Intention, dass User ihre Werbeblocker deaktivieren und weniger die Sorge um deren Sicherheit. Das kritisieren zumindest deutsche Medien wie FAZ.net. Laut Experten betreibe United Internet mit den Warnhinweisen bewusste Täuschung, da diese Add-ons keine Gefahrenquelle darstellen. Mittlerweile hat United Internet die Kampagne beendet. 

Adblocker sind für Onlinemedien ein erhebliches Problem, weil sie das Ausliefern von Werbung verhindern und damit das Generieren von Werbeeinnahmen.

Vor rund einem Jahr schlossen sich deutsche Medien wie "Zeit Online", "Süddeutsche.de" oder "Spiegel Online" zu einer Allianz zusammen, um gemeinsam für die Deinstallierung von Werbeblockern zu werben. (red, derStandard.at, 4.3.2014)

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