Europas Leitbörsen schließen einheitlich fester

4. März 2014, 19:15
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich deutlich und schloss um 82,34 Einheiten oder 2,70 Prozent fester bei 3.136,33 Zähler.

Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin haben für Entspannung an den internationalen Finanzmärkten gesorgt. Russland beabsichtige nicht, die zur Ukraine gehörende Halbinsel Krim zu annektieren, sagte Putin am Dienstagmittag. Auch gebe es derzeit keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz in der Ukraine. Putin schloss einen Militäreinsatz für die Zukunft jedoch nicht aus.

Wenig Reaktionen gab es hingegen bezüglich der Produzentenpreise im Euroraum. Diese sind im Jänner stärker als erwartet gesunken. Die Erzeugerpreise seien um 0,3 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte Eurostat mit. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet.

Die am Morgen noch wegen der Krim-Krise und den dadurch kräftig gestiegenen Ölpreisen belasteten Aktien der Lufthansa drehten im Verlauf klar ins Plus. Ungeachtet einer zusätzlich negativen Studie legten die Papiere am Ende um 2,02 Prozent auf 18,43 Euro zu.

Die Aktien von Roche gewannen 2,8 Prozent. Roche-Chef Severin Schwan hat in seinen Ausführungen vor der Generalversammlung den Ausblick für heuer bestätigt. So rechnet der Basler Pharma-Konzern zu konstanten Wechselkursen mit einem Verkaufswachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich.

ThyssenKrupp legten um 2,98 Prozent auf 19,54 Euro zu. Der schwedische Finanzinvestor Cevian hat seine Beteiligung am finanziell angeschlagenen Konzern ThyssenKrupp weiter ausgebaut. Der Anteil liege jetzt bei 15,1 Prozent, teilte Cevian mit. Eine weitere Erhöhung sei nicht ausgeschlossen, sagte eine Sprecherin des Investors.

Aktien von Peugeot schlossen in Frankreich mit plus 3,49 Prozent bei 13,19 Euro. Der künftige Peugeot-Chef Carlos Tavares hält weitere Restrukturierungen nach 2016 für möglich. Dann läuft der mit den Gewerkschaften ausgehandelte Pakt aus. "Was aber danach kommt, hängt davon ab, wie sich 2016 unsere Lage darstellt", sagte Tavares dem "Handelsblatt". (APA, 4.3.2014)

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