Amerikanerin erhob Vergewaltigungsvorwurf gegen Grazer Kellner

4. März 2014, 11:08
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42-Jähriger soll mit Zweitschlüssel ins Hotelzimmer gekommen sein - 53-jähriges Opfer zu Besuch bei Grazer Freunden

Graz - Eine 53-jährige US-Amerikanerin hat bei der Polizei eine Anzeige wegen einer versuchten Vergewaltigung erstattet. Die Frau soll Opfer eines 42-jährigen Kellners einer Grazer Hotelbar geworden sein. Er dürfte in der Nacht auf Freitag mit einem Zweitschlüssel in das Zimmer der Frau gekommen sein. Der Verdächtige bestritt die Vorwürfe, machte aber unterschiedliche Angaben zur Tatnacht.

Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe), wonach die Touristin Freunde in Graz besucht und sich deshalb in einem Hotel der Landeshauptstadt einquartiert hatte. Die Kalifornierin hatte den Donnerstagabend gemeinsam mit einer Freundin an der Hotelbar verbracht und bis etwa 1.30 Uhr etwas getrunken. Privaten Kontakt zum Kellner an der Bar hätten die beiden nicht gehabt. Dann ging die Grazerin heim und die Touristin in ihr Zimmer.

Zugang zu Zimmer verschafft

Rund zwei Stunden später soll der Barkeeper an der Tür der Amerikanerin geklopft haben. Da sie nicht reagierte, soll der Mann die Tür mit einem Zweitschlüssel geöffnet und die Frau anschließend sexuell missbraucht haben. Gleich darauf rief das Opfer ihre Freundin an, welche daraufhin die Polizei alarmierte. Die 53-Jährige erstattete Anzeige.

Laut Bacher gestand der 42-Jährige, sich mit einem Schlüssel Zugang zum Zimmer des Opfers verschafft zu haben. Er meinte aber, dass er nur nach ihr sehen wollte, weil sie Alkohol getrunken hatte. Dann aber sagte er, er habe ihr noch einen Drink servieren wollen. Schließlich gab er auch noch eine dritte Variante zu Protokoll: Die beiden hätten einvernehmlichen Sex gehabt.

Eine körperliche Untersuchung der Frau wurde von der Staatsanwaltschaft angeordnet. In den kommenden Tagen soll außerdem eine kontradiktorische Einvernahme stattfinden. Bacher meinte, dass auch die Aussagen des Opfers "nicht ganz kongruent" und noch zu hinterfragen seien. (APA, 4.3.2014)

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