Die Würfel fielen, die Viertelfinali stehen

3. März 2014, 23:03
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Im Play-off-Pick hatten die drei bestplatzierten Teams freie Gegnerwahl, Caps-Coach entschied sich für den VSV

Wien - Nach 54. absolvierten Runden wird es wirklich ernst in der Eishockey-Bundesliga. Immerhin. Die Viertelfinali stehen an. Neben den als Teilnehmern bereits nach dem Grunddurchgang feststehenden Teams aus Salzburg, Bozen, Wien, Znaim und Villach schafften es von den sechs Teams der Qualifikationsrunde Dornbirn und Fehervar in die Play-offs. Die Segel streichen mussten dagegen Meister KAC, Graz, Laibach und Innsbruck.

Für die Mannschaften der Platzierungsrunde ging es, wie der Name schon sagt, "lediglich" um den finalen Platz in der Hackordnung. Dieser ist insofern von einer gewissen Relevanz, da sich die ersten drei in Person ihrer Cheftrainer  im montäglichen "Play Off Pick" ihre Viertelfinal-Gegner aussuchen durften.

Heraus kamen dabei folgende Duelle:

EC Red Bull Salzburg (1.) vs. Dornbirner EC HC (8.)
Bozen Südtirol (2.) vs. SAPA Fehervar AV19 (7.)
UPC Vienna Capitals (3.) vs. EC VSV (5.)
HC Orli Znojmo (4.) vs. EHC Liwest Black Wings Linz (6.)

Tommy Samuelsson, Coach der Vienna Capitals, war also der einzige, der ein bisschen aus der Reihe tanzte. Er optierte nicht für den (tabellarisch gesehen) schwächsten Gegner Linz (Letzter der Platzierungsrunde), sondern für die fünftplatzierten Villacher. Sein Kärnter Kollege Hannu Järvenpää zeigte sich daher auch etwas überrascht. Allerdings haben die Wiener gegen den VSV fünf Saison-Duelle gewonnen.

Saison für Sylvester vorbei

Nicht mit von der Partie wird Dustin Sylvester sein, der Caps-Stürmer zog sich bei der Niederlage gegen Znojmo beim Block eines Schusses einen Fußbruch zu und fällt für den Rest der Saison aus. Samuelsson: "Das ist nicht nur sportlich, sondern auch in menschlicher Hinsicht sehr hart. Er hat 54 Runden auf das Play-off hingearbeitet."

Gespielt wird im Viertelfinale eine best of seven-Serie, am kommenden Freitag geht es los.

STIMMEN:

  • Salzburg - Dornbirn

Don Jackson (Trainer Salzburg): "Der Pick war eine schwere Entscheidung für uns, alle qualifizierten Teams sind sehr stark. Letztendlich haben wir uns für den traditionellen Weg entschieden und die achtplatzierten Dornbirner gewählt."

Dave MacQueen (Trainer Dornbirn): "Ich habe mit Salzburg als Gegner gerechnet. Sie sind der Favorit wir haben aber nichts zu verlieren und freuen uns auf die Duelle. Die Red Bulls spielen ein schnelles Eishockey, da brauchen wir eine starke Defensive."

  • Bozen - Fehervar

Tom Pokel (Trainer Bozen): "Auch wir haben uns für den 'normalen' Pick entschlossen. Es gab keinen Grund für uns ein besser platziertes Team zu wählen. Wir haben zwar eine lange Anreise nach Ungarn, aber wenigstens Heimvorteil."

Marty Raymond (Trainer Fehervar): "Bozen ist eine große Herausforderung für uns. Wir hatten eine harte Saison mit vielen Verletzungen. Wir müssen vor allem versuchen nach den langen Auswärtsfahrten so gut und schnell wie möglich zu regenerieren."

  • Capitals - VSV

Tommy Samuelsson (Trainer Capitals): "Gegen den VSV habe wir eine 50:50-Chance, es wird eine enge Serie werden. Überhaupt kann jeder jeden schlagen, wir respektieren unseren Gegner und werden bereit sein."

Hannu Järvenpää (Trainer Villach): "Ich bin überrascht von dieser Wahl und freue mich auf interessante Duelle. Der ganze Druck liegt bei den Capitals, wir haben fünf Saisonduelle verloren. Ich denke aber nur an die letzte Begegnung in der vergangenen Woche, dieses Spiel ging in die Verlängerung. Alles war möglich."

  • Znojmo - Linz

Jiri Reznar (Trainer Znojmo): "Wir sind zufrieden, wobei Linz nicht unbedingt der Wunschgegner war. Wir haben gegen sie zwar immer gute Ergebnisse erzielt und versuchen das natürlich zu wiederholen, die Playoffs sind aber ein neues Kapitel."

Rob Daum (Trainer Linz): "Es wird mit Sicherheit hart, aber wir hatten ohnehin kein Wahl. In Znojmo haben wir uns bisher immer schwer getan, aber wenn man in den Playoffs erfolgreich sein will, muss man auch Auswärts stark sein. Unser Torhüter muss herausragend spielen und die besten Spieler müssen auch wirklich die besten sein. Dann ist alles möglich."

(bausch/APA - derStandard.at - 3.3. 2014)

Spieltermine (best of seven):

7. März (19.15 Uhr; Servus-TV-Spiel 19.30), 9. März (17.30/17.45), 11. März (19.15/19.30), 14. März (19.15/19.30); falls nötig: 16. März (17.30/17.45), 18. März (19.15/19.30), 21. März (19.15/19.30)

  • Wiens Tommy Samuelsson plant mit dem Villacher SV.
    foto: apa/neubauer

    Wiens Tommy Samuelsson plant mit dem Villacher SV.

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