Manager nützen Analysen kaum

4. März 2014, 10:29
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Eine aktuelle Studie zeigt auf, dass für ein Drittel aller Projekte zwar Marktanalysen beauftragt, deren Ergebnisse aber nicht in Entscheidungen mit einbezogen werden

Über 400 Marketer wurden für die aktuelle und halbjährlich durchgeführte CMO Survey der Duke University, der American Marketing Association und McKinsey & Company befragt - und die meisten glauben nicht, dass ihre Analysen bei wichtigen Entscheidungen eine Rolle spielen. Dasselbe gelte für Marktanalysen. Denn obwohl laut Umfrage noch immer ein Drittel aller Projekte Marktanalysen beinhaltet, bringen diese keine signifikanten Vorteile für die Gesamtperformance. Auf die Frage, zu welchem Ausmaß die Marktanalyse zur Perfomance (Benotung von 7 "sehr" bis 1 "gar nicht") beitrage, kam man durchschnittlich auf 3,7 Punkte. Nicht weit weg vom Höchstwert, der bei 3,9 Punkten lag. Die Studienautoren sprechen von Geldverschwendung.

Nur 32,5 der Marktanalysen, die vom Management eingefordert werden oder zur Verfügung stehen, heißt es, werden auch tatsächlich genutzt. Freundlich umschrieben heißt das auch, dass die allermeisten die möglichen Vorteile einer solchen Investition nicht nutzen. Zur Zeit, so die Untersuchungsergebnisse weiter, werde besonders in Social Media investiert. Im Durchschnitt sollen die befragten Unternehmen bis zu sechs Mitarbeiter nur für dieses Feld engagiert haben. Aber knapp die Hälfte der Befragten haben das Gefühl, dass die Auswirkungen von Social Media Aktivitäten auf ihr Unternehmen (noch) nicht bewiesen seien. Die befragten Unternehmen jedenfalls gaben an, in den nächsten drei Jahren durchschnittlich 12,1 Prozent ihres Marketingbudgets für Marktanalysen ausgeben zu wollen. (Heidi Aichinger, derStandard.at, 3.3.2014)

 

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