Für den KAC ist Schluss, Viertelfinale ohne Meister

2. März 2014, 21:15
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Sieg gegen Innsbruck reicht nicht, da Konkurrent Fehervar in Dornbirn ebenfalls erfolgreich ist - Caps rutschen nach Niederage gegen Znaim auf Platz drei ab

Klagenfurt/Dornbirn - Nicht einmal ein Jahr ist es her, als man in Klagenfurt nach einem 4:0-Finalsieg über die Vienna Capitals den Eishockey-Meistertitel bejubelte. Nun muss der KAC bereits vor dem Viertelfinale die Segel streichen. Das ist in der Erste Bank Eishockey-Liga noch keinem Champion passiert.

Auch ein 5:2-Heimsieg am Samstag in der 10. und letzten Spieltag der Qualifikationsrunde über die Innsbrucker Haie nützte nichts mehr. Denn man war auf einen Heimsieg des Dornbirner EC gegen SAPA Fehervar angewiesen - und den gab es nicht: in der 57. Minute erzielten die Ungarn in Vorarlberg den Treffer zum 2:3-Sieg.

Der KAC hatte gegen Innsbruck nach einer 2:0-Führung den Vorsprung im zweiten Drittel wieder verspielt, im Schlussdrittel dank Treffern von Iberer (43.), Fretter (48.) und Scofield (52./PP) doch noch die Pflicht erledigt. Dornbirn hatte sich schon am Freitag für das Viertelfinale qualifiziert.

Für KAC-Coach Christer Olsson dürfte damit nach seinem dritten Jahr in Klagenfurt wohl das Ende in dieser Funktion bevorstehen, der Klub steht vor einem Umbruch, auch viele Legionäre werden wohl abgegeben werden. Thomas Koch war wie alle seine Teamkollegen am Boden zerstört. "Ich bin leer und enttäuscht. Aber so ist der Sport, man kann nicht immer nur Höhepunkte erleben, das müssen wir durchstehen." 

Abrutschen der Caps mit Folgen

In der Platzierungsrunde blieb Red Bull Salzburg bis zum Schluss souverän. In der letzten Runde setzte man sich gegen den Villacher SV (5.) mit 3:2 nach Verlängerung durch und beendeten die zweite Phase der Meisterschaft mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz eins.

Rang zwei holte sich noch der HCB Südtirol mit einem 3:1-Auswärtserfolg gegen die Black Wings Linz (6.). Der Liga-Neuling fing damit noch die Vienna Capitals ab, die durch ein 4:7 daheim gegen das viertplatzierte Znojmo auf Rang drei abrutschten. Das könnte für die in ein Tief gerutschten Wiener vor allem im Halbfinale gravierende Folgen haben.

Denn sollten sich im Viertelfinale programmgemäß Salzburg und Südtirol durchsetzen, müssten die Capitals im Halbfinale in einem möglichen siebenten Entscheidungsspiel auswärts antreten.

Am Montagabend erfolgt der "Play Off Pick" für das Viertelfinale, in dem die Salzburger die erste Wahl haben. (APA/red - 2.3. 2014)

ERGEBNISSE - Platzierungsrunde - 10. und letzter Spieltag:

Liwest Black Wings Linz - HCB Südtirol 1:3 (1:0,0:2,0:1). Linz, 4.000, SR Dremelj/Trilar.
Tore: Leahy (7./PP) bzw. Schofield (24.), Nicoletti (39.), Santorelli (60./EN). Strafminuten: 11 plus Spieldauer MacDonald bzw. 4.

UPC Vienna Capitals - HC Orli Znojmo 4:7 (3:1,1:3,0:3). Wien, 4.650, SR Erd/Smetana.
Tore: Beech (5./PP), Rotter (9./PP), Keller (12., 39./PP) bzw. Pucher (2.), Sykora (27., 31.), Lattner (37.), Prochazka (47.), Havlik (48.), Fiala (57./SH). Strafminuten: 6 bzw. 12.

Red Bull Salzburg - Villacher SV 3:2 n.V. (0:0,1:0,1:2/1:0) Salzburg, 2.180, SR Berneker/Kaspar.
Tore: Keith (32.), Nödl (43./PP), Fahey (62.) bzw. Pewal (54.), Ryan (58.). Strafminuten: 6 bzw. 8.

Qualifikationsrunde/10. Spieltag:

KAC - HC Innsbruck 5:2 (2:0,0:2,3:0). Klagenfurt, 3.700, Gebei/Kincses.
Tore: Koch (4.), Pöck (8./PP), Iberer (43.), Fretter (48.), Scofield (52./PP) bzw. Pittl (36.), Malik (38.). Strafminuten: 2 bzw. 10

Dornbirner EC - Fehervar AV19 2:3 (1:2,1:0,0:1). Dornbirn, 3.050, Nikolic/Veit.
Tore: Aquino (20./PP), D'Aversa (33./PP) bzw. Naglich (6.), Sertich (15.), Kovacs (57.). Strafminuten: 6 bzw. 6

Graz 99ers - Olimpija Ljubljana 6:2 (1:1,2:0,3:1). Graz, 1.720, Warschaw/Widmann.
Tore: Soares (17., 55.), Kaspitz (29.), Coulombe (40., 42.), Kuralt (47.) bzw. Verlic (10.), Leber (50.) Strafminuten: 4 bzw. 6

 

  • "Es scheint so, als hätten wir von Tag eins weg den Championship-Fluch getragen." KAC-Trainer Christer Olsson führte sein Team im letzten Jahr zur Meisterschaft, heuer lief es weniger gut.
    foto: apa/neubauer

    "Es scheint so, als hätten wir von Tag eins weg den Championship-Fluch getragen." KAC-Trainer Christer Olsson führte sein Team im letzten Jahr zur Meisterschaft, heuer lief es weniger gut.

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