Harnik-Tor genügt Stuttgart nicht

2. März 2014, 19:36
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Schwaben verspielen Sieg im Abstiegsduell gegen Eintracht Frankfurt in der Schlussphase - Hoffenheim feiert Kantersieg

Die historische Horrorserie des VfB Stuttgart nimmt kein Ende, der umstrittene Trainer Thomas Schneider steht vor der Entlassung. Die Schwaben verloren trotz einer 1:0-Halbzeitführung am Sonntagabend bei Eintracht Frankfurt 1:2 und kassierten ihre achte Bundesliga-Niederlage in Folge - das hatte es beim fünfmaligen deutschen Meister noch nie gegeben. Nur noch die bessere Tordifferenz trennt den VfB von einem direkten Abstiegsplatz, Frankfurt rückte am 23. Spieltag auf den zwölften Tabellenplatz vor.

Vor 43.000 Zuschauern ging der VfB durch ÖFB-Teamspieler Martin Harnik (31.) in Führung. Nach einem Ballverlust von Frankfurts Marco Russ schaltete VfB-Spielmacher Alexandru Maxim am schnellsten und bediente im Verlauf eines schulmäßig vorgetragegenen Konters Harnik. Der starke Österreicher ließ danach mit einem 16-Meter-Flachschuss Eintracht-Keeper Kevin Trapp kaum eine Chance. Stuttgart schien damit lange auf der Siegerstraßen zu sein, doch Jan Rosenthal (80.) und Alex Meier (89.) drehten das Spiel. Die Hessen feierten somit drei Tage nach ihrem bitteren Aus in der Europa-League-Zwischenrunde einen enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

Riesenaufregung hatte es in der Arena beim Stand von 0:1 eine Viertelstunde vor dem Abpfiff gegeben: Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte nach einem vermeintlichen Foul des VfB-Angreifers Cacau an Tranquillo Barnetta im VfB-Strafraum auf den Elfmeterpunkt, nahm seine Entscheidung aber nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurück - damit lag Aytekin allerdings richtig.

"Furchtbare" Niederlage für Wolfsburg

Im zweiten Sonntagsspiel setzte es eine deftige Niederlage für die Champions-League-Startplatz-Aspiranten vom Vfl Wolfsburg. Bei Hoffenheim lautete der Endstand 2:6 (1:4).  Klaus Allofs konnte nach dem Match kaum glauben, welches Desaster er da gerade gesehen hatte. "Es war furchtbar. Dass alle sagen, wir seien jetzt ein Champions-League-Anwärter, hat unseren Spielern wohl den Kopf verdreht", sagte der ernüchterte Sport-Geschäftsführer des VfL nach dem blamablen Ergebnis. (sid/red 2.3.2014)

  • Der Jubel war berechtigt, aber schlussendlich doch verführt. Martin Harnik kommt mit einem getrübten Erfolgserlebnis zum Team.
    foto: apa

    Der Jubel war berechtigt, aber schlussendlich doch verführt. Martin Harnik kommt mit einem getrübten Erfolgserlebnis zum Team.

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