Jazzer Teddy Ehrenreich gestorben

2. März 2014, 17:03
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Klarinettist und Altsaxophonist gründete 1975 eine Big Band

Wien - Der österreichische Jazzmusiker Rudolf "Teddy" Ehrenreich ist tot. Er ist kurz vor seinem 78. Geburtstag am Sonntagmorgen an Altersschwäche gestorben, wie von seinem Sohn mitgeteilt wurde. Der Klarinettist und Altsaxophonist Teddy Ehrenreich, ab 1975 Leader der gleichnamigen Big Band, galt als Urgestein der österreichischen Jazzgeschichte.

Ehrenreich (geboren am 10. März 1936) begann seine Karriere als Klarinettist in den 1950ern in den damaligen Wiener Innenstadt Nightclubs "Adebar" und "Little Tabarin". Nach einer Deutschland-Tournee mit der österreichischen Jazz-Legende "Fatty George" begann er das Studium der Klarinette. Da Auftritte gegen Bezahlung den Studenten verboten wurde, trat Ehrenreich damals unter dem Namen Ted Evans auf.

1975 gründete Ehrenreich, der beim ORF angestellt war, seine eigene professionelle Bigband. Neben Kollegen der ORF-Bigband setzte Ehrenreich auch stets junge Musiker ein, die die Truppe als Sprungbrett für eine Solokarriere nutzen können sollten. Im Wiener Klub "Jazzland" trat Ehrenreichs Bigband auch gemeinsam mit US-Größen auf. Nach einem schweren Schlaganfall 2000 war Ehrenreich bereits stark eingeschränkt, in den vergangenen Jahren hatte sich sein Gesundheitszustand deutlich verschlechtert. Die Leitung der Bigband hat bereits 2012 sein Sohn Alexander übernommen. (APA/red, derStandard.at, 2.3. 2014)

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