"Spiegel": Minus bei Anzeigen und Verkauf

2. März 2014, 16:54
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Anzeigenerlöse gingen 2013 um 7,5 Prozent zurück, die Vertriebserlöse um zwei Prozent - Neue Cover-Optik ab Mai

Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket will das deutsche Nachrichtenmagazin der "Spiegel" auf Einbrüche im Anzeigen- und Vertriebsgeschäft reagieren.

Gegenüber dem Branchenmagazin "new business" erklärte "Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe, dass der "Spiegel" bereits ab Mai mit einem überarbeiteten Cover erscheinen werde. Im Heft selbst soll an weiteren Schrauben gedreht werden, von Adaptionen bei Inhalten und bei der Leseransprache ist die Rede. 

Neuer Erscheinungstag ab 2015

Mit dem neuen Erscheinungbild möchte der "Spiegel" vor allem bei der jüngeren Zielgruppe und bei Frauen punkten, heißt es. Der Relaunch ist aber nur ein Mosaikstein in einem umfassenden Neupositionierungsprozess. Wie berichtet soll der "Spiegel" ab 2015 nicht mehr am Montag, sondern bereits am Samstag erscheinen, um Wochenendleser zu gewinnen.

Laut Geschäftsführer Saffe sind die Anzeigenerlöse im vergangenen Jahr gleich um 7,5 Prozent eingebrochen, die Vertriebserlöse gingen um zwei Prozent zurück. Die durchschnittlich verkaufte Auflage der Wochenzeitschrift sank 2013 um 5,4 Prozent auf rund 842.000 Exemplare (4. Quartal), schreibt "new business". 

App-Version hat 50.000 Käufer

Um die Erlöse anzukurbeln, soll das Geschäft mit der digitalen Ausgabe forciert werden. Die App-Version des gedruckten "Spiegel" hat bereits mehr als 50.000 Käufer. Umfangreichere Vermarktungsaktivitäten sollen noch mehr Leser anlocken. 

Der Gesamtumsatz der Spiegel-Gruppe soll im Jahr 2013 bei rund 293 Millionen Euro liegen, das sind knapp vier Prozent weniger als 2012. Zur Rendite macht der "Spiegel" keine Angaben, sie soll aber immer noch im zweistelligen Bereich liegen. Alle Sparten des Medienunternehmens sind profitabel. "Es gibt derzeit keinen Bereich in der Spiegel-Gruppe, der kein Geld verdient", so Saffe. (red, derStandard.at, 2.3.2014)

 

  • Alle Sparten der Spiegel-Gruppe sind profitabel, erklärt "Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe.
    foto: apa/dpa/marks

    Alle Sparten der Spiegel-Gruppe sind profitabel, erklärt "Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe.

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