Googles modulares Smartphone beginnt bei 15 Dollar

2. März 2014, 14:49
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Für den Rahmen - Voll funktionstüchtiges System dann ab 50 Dollar - Neue Details

In einem Artikel für das TIME-Magazin hat Google vor wenigen Tagen erstmals ausführlich über die Pläne für sein Project Ara geplaudert. Im Rahmen einer mittlerweile auf Youtube verfügbaren Vorstellung auf der LAUNCH-Konferenz liefert Projektleiter Paul Ermenko nun aber noch einige zusätzliche Details zum modularen Smartphone.

Einstiegspreis

So visiert man sogar einen noch niedrigeren Einstiegspreis für Ara-basierte Smartphones an, als TIME ursprünglich berichtete. Das in drei verschiedenen Größen vorgesehene Skelett soll nur rund 15 Dollar kosten. Das billigste darauf aufbare, voll funktionstüchtige Gerät - intern "Greyphone" genannt - sieht man bei einem Gesamtpreis von 50 Dollar. Dabei wären dann ein Bildschirm, die Kern-Hardware in Form des Application Processor, sowie ein Akku und ein WLAN-Modul enthalten.

Die Fixierung der Module soll übrigens über Elektropermanentmagneten vorgenommen werden, womit sie stabil angebracht werden können, ohne einen mechanischen Einhängemechanismus zu benötigen. Für die interne Kommunikation zwischen den Komponenten werde man zunächst das MIPI UniPro Protokoll verwenden, später soll eine schnellere Implementierung von UniPro bis zu 10 GBit/s intern liefern. Mehr als genug auch für künftige Modules, wie Eremenko betont.

3D-Druck

Der von Motorola Mobility zu Google gekommene Leiter von Project Ara betont zudem, welch wichtige Rolle 3D-Druck bei der Individualisierung solch eines Smartphones spielen wird. Und dies nicht nur in ästhetischer Hinsicht: In Zukunft sollen auch einzelne Bauteile - wie etwa Antennen - mittels 3D-Druck erstellt werden.

Vorbild

Für den Vertrieb von Hardwaremodulen will man sich ein Vorbild an Android nehmen: Zwar ist ein Online-Laden von Googles selbst geplant, zugleich werde es aber keine Einschränkungen für den Vertrieb über andere Plattformen geben. Google hofft durch das offene Modell von "Project Ara" den Einstieg in die Hardwareentwicklung zu vereinfachen und so die Innovation voranzutreiben.

Eins nach dem Anderen

Pläne für Tablets basierend auf einem solchen Konzept habe man derzeit noch nicht, wie Eremenko betont. Zunächst heiße es, das Smartphonekonzept richtig umzusetzen, bevor man sich anderen Formfaktoren zuwenden könne.

Zeitablauf

Erste funktionierende Prototypen für EntwicklerInnen sowie ein Entwicklungskit soll es bereits kommendes Monat geben, Mitte April ist dann auch eine Entwicklungskonferenz geplant. Der Verkauf an KonsumentInnen soll Anfang 2015 beginnen, wie Eremenko betont. (apo, derStandard.at, 2.3.2014)

  • Eremenko brachte zur Präsentation auch zwei - noch nicht funktionale - Prototypen mit: Im Vordergrund ist ein Geräte mittlerer Größe zu sehen, im Hintergrund eines mit dem kleinsten Rahmen. Zusätzlich wird es noch ein drittes Skelett in Phablet-Größe geben.
 
    foto: google

    Eremenko brachte zur Präsentation auch zwei - noch nicht funktionale - Prototypen mit: Im Vordergrund ist ein Geräte mittlerer Größe zu sehen, im Hintergrund eines mit dem kleinsten Rahmen. Zusätzlich wird es noch ein drittes Skelett in Phablet-Größe geben.

     

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