Karas: Liste demokratische Entscheidung der VP

28. Februar 2014, 23:01
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Zu Adoptionsrecht für Homosexuelle "Meinungsbildungsprozess noch nicht abgeschlossen"

Wien - Der ÖVP-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Othmar Karas, hat die Erstellung der ÖVP-Kandidatenliste gegen Kritik aus der steirischen Landespartei verteidigt, weil die steirische Kandidatin Beatrix Karl nur auf Platz sechs gereiht ist. Das sei eine "demokratische Entscheidung" in geheimer Wahl gewesen. Es sei "die Entscheidung der Partei, nicht meine", sagte Karas in der "ZiB2".

Karas bestätigte auch, dass er Überlegungen für eine eigenständige Kandidatur angestellt hat, falls er neuerlich nicht zum Spitzenkandidaten der ÖVP bestellt worden wäre. Wenn die ÖVP seine Linie nicht unterstützt hätte, dann hätte er "nach Alternativen" gesucht.

Richtig findet es der Vizepräsident des EU-Parlaments und ÖVP-Delegationsleiter, dass der künftige EU-Kommissionspräsident von jener Partei gestellt werden soll, die europaweit die EU-Wahlen gewinnt. Dass damit auch in Österreich jene Partei den EU-Kommissar stellen sollte, die bei der Wahl die Nase vorne hat, davon hält Karas aber nichts. Das eine hänge nicht mit dem anderen zusammen.

"Unsicher" ist der ÖVP-Spitzenkandidat, ob er ebenso wie sein Parteikollege, Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, für eine Adoptionsrecht für Homosexuelle sei. Dazu habe er seinen Meinungsbildungsprozess noch nicht abgeschlossen, sagte Karas. Sicher ist er sich jedoch, dass diese "sehr sensible Frage" nicht auf EU-Ebene, sondern von den einzelnen Mitgliedsstaaten geregelt werden sollte.

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