ÖBf gehen weniger Wildfische ins Netz

28. Februar 2014, 18:38
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Die Österreichischen Bundesforste bauen ihre Fischzucht im Ausseerland aus, bescheiden ist der Netzfang von Wildfischen

Bad Aussee/Hallstatt - Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) bauen ihre Fischzucht im Ausseerland aus und wollen sich in den nächsten Jahren unter die fünf größten heimischen Fischproduzenten einreihen: Bis 2019 soll die Zucht von derzeit rund 80 auf 240 Tonnen verdreifacht werden. Ab kommenden Juni werden Saibling und Forelle, die bisher nur regional verkauft wurden, in der Gastronomie österreichweit vertrieben.

"Die Fische der Wildkultur stammen direkt von Vorfahren aus den Salzkammergut-Seen ab", erklärte Matthias Pointinger, Leiter der ÖBf-Fischwelten. Die Fischeier werden vom Wildfang aus den Salzkammergut-Seen gewonnen und danach in den Aquakulturen mindestens zweieinhalb Jahre aufgezogen. Dabei wird auf artgerechte Fütterung Wert gelegt und auf Medikamente und wachstumsbeschleunigende Verfahren verzichtet.

Neue Teiche und Flussanlagen

2014 investieren die ÖBf im Ausseerland rund drei Mio. in den Bau neuer Teiche und Flussanlagen. Außerdem entsteht ein zweites Bruthaus. Bereits 2013 wurde sechs neue Fließbecken an der Riedlbachtraun bei Bad Aussee errichtet. Die ÖBf-Fischwelten umfassen die beiden Seefischereien am Hallstätter- und am Grundlsee, die Fischzuchten (Grundlsee und Kainisch) und das Fischereizentrum Kainisch. Der Umsatz von derzeit rund 2,8 Mio. Euro soll mittelfristig verdoppelt werden, erklärte ÖBf-Vorstand Georg Schöppl. Das Salzkammergut habe die Funktion des "Genpools", weshalb die Investitionen auch hier konzentriert würden. Längerfristig sei man aber offen, noch mehr und über die Region hinausgehend zu machen.

Bescheiden nimmt sich hingegen das zweite Standbein, der Netzfang von Wildfischen, aus: Bedingt durch die natürlichen Gegebenheiten sei die Ernte 2013 auf rund vier Tonnen zurückgegangen. Mittels Netz befischt werden Hallstätter, Grundl-, Toplitz- sowie Vorderer Lahngangsee. Auf den Tisch kommt die Hallstätter Reinanke und ihre "wilden" Verwandten in regionalen Gaststätten und im Wiener "Steirereck". (APA, 28.2.2014)

  • Blick auf den Gosausee.
    foto: oö tourismus

    Blick auf den Gosausee.

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