Bundesgeschäftsführerin Brunner: Zivile Basis weiter gefragt

7. März 2014, 16:53
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Die neue SPÖ-Frauen Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner will weiter auf Onlinepartizipation setzen

Wien - "Herrin der Lage" soll sie sein, Andrea Brunner, die neue Bundesgeschäftsführerin der SPÖ-Frauen - das hat ihr Vorgängerin Andrea Mautz mit auf den Weg gegeben, denn mit der EU-Wahl, dem Frauentag und der Frauenkonferenz im Herbst warten einige Aufgaben auf sie. Brunner will dazu wieder mitunter parteiferne Frauen zur (Online-)Partizipation einladen.

Die Frauenpolitik hat Andrea Brunner bereits fünf Jahre aus nächster Nähe erlebt, war sie doch zuvor im Presseteam von Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzender Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ).

Frauenquote per Stufenplan

Brunner rechnet damit, dass für die Privatwirtschaft eine Frauenquote per Stufenplan umgesetzt wird. Dies werde jedoch mit den Sozialpartnern zu verhandeln sein. Ebenso wie der Papa-Monat in der Privatwirtschaft, auf dessen Umsetzung Brunner hofft: "Das ist so ein wichtiges Thema für Heinisch-Hosek, und ich glaube Familienministerin Sophie Karmasin ist zugänglich für die Argumentation." Dementsprechend zuversichtlich zeigte sie sich.

Apropos Quote, die parteiinterne 40 Prozent-Quote mit Reißverschlussprinzip bei der Listenerstellung werde von der SPÖ "bis auf ein paar Ausreißer" erfüllt, so Brunner: "Nachschärfen kann man immer." Vorerst soll man jedoch schauen, wie sie funktioniert. Den im Zuge der neuen Regierungsbildung erfolgten Zusammenschluss des Frauen- und des Bildungsministeriums verteidigt Brunner, sieht sie darin viel eher eine "gute Kombination".

Plattform für "Generation EU" geplant

In ihrer neuen Funktion verweist Brunner auf den Rat ihrer Vorgängerin, wonach sich in der Frauen-Organisation "viel ausprobieren" lässt. Passend dazu hat sie ihr ein Taferl mit der Aufschrift "Herrin der Lage" übergeben. Die 2012 gestartete Online-Partizipation, an der sich schließlich 400 Frauen beteiligten, habe gut funktioniert und dort möchte Brunner anknüpfen. Bis zur Frauenkonferenz im Herbst soll dieses Projekt wieder aktiviert werden, kündigt sie an. Ziel sei es, neue Gruppen von Frauen anzusprechen, die "ein Stück des Weges mitgehen".

Ihren EU-Wahlkampf haben die SPÖ-Frauen bereits zu Jahresbeginn mit Verteilaktionen und internen Schulungen begonnen. Per 8. März, am Frauentag, startet die zweite Phase mit einer neuen Europa-Website. Eine Plattform für die "Generation EU" ist geplant, mit allgemeiner Information über die frauenpolitischen Maßnahmen in anderen Ländern, die Europaabgeordneten oder auch persönliche Geschichten von Usern. Am 29. März findet außerdem eine Enquete mit den Jugendorganisationen statt, bei der eine EU-Jugend-Reporterin gekürt wird. Diese soll dann einen Tag mit den Abgeordneten in Brüssel verbringen und darüber bloggen. (APA, 7.3.2014)

  • Artikelbild
    foto: apa / herbert neubauer
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