EU-Kommission attackiert "Freemium"-Modell bei Apps

28. Februar 2014, 09:57
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Brüssel möchte besseren Konsumentenschutz, Freemium-Modelle könnten laut Kommission in die Irre führen

Die europäische Kommission hat angekündigt, strengere Konsumentenschutzrichtlinien für Apps und App-Stores festzulegen. Momentan befinde man sich in Gesprächen mit nationalen Behörden und mehreren Tech-Giganten, darunter laut Mashable Apple und Google.

Freemium-Modell

Grund für die Aktivitäten der Kommission ist eine Häufung von Beschwerden von Kunden, die durch sogenannte Freemium-Modelle in die Irre geführt wurden. Laut einer Studie würden über die Hälfte der in der EU verfügbaren Spiele-Apps als "gratis" angekündigt, diese würden jedoch später durch "in-app"-Käufe Kosten verursachen.

Konkrete Antworten gefordert

Kinder seien besonders anfällig für Spiele, die gratis heruntergeladen, aber nicht kostenlos gespielt werden können. EU-Justizkommissarin Vivian Reding möchte daher "sehr konkreten Antworten von der App-Industrie" und schlägt gemeinsam mit Konsumentenschutz-Kommissar Neven Mimica vier Forderungen vor.

Kritik an "in-app"-Kaufen

So wolle man verhindern, dass Spiele, die als kostenlos angeboten werden, die Konsumenten über tatsächliche Kosten in die Irre führen. Weiters sollen Spiele, die sich an Kinder richten, nicht Aufmunterungen zu "in-app"-Käufen enthalten. Zusätzlich müssen Konsumenten vor jeder Transaktion benachrichtigt werden und Händler ihre Email-Adresse für Rückfragen bereitstellen. (fsc, derStandard.at, 28.2.2014)

  • Mehr als die Hälfte der Apps werde als gratis angeboten, führe aber zu Kosten - so eine Studie der EU-Kommission
    foto: screenshot/google play store

    Mehr als die Hälfte der Apps werde als gratis angeboten, führe aber zu Kosten - so eine Studie der EU-Kommission

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