Quenelle-Gruß: Anelka fünf Spiele gesperrt

27. Februar 2014, 18:46
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Früherer französischer Teamspieler muss überdies eine hohe Geldstrafe bezahlen, die Kosten des Verfahrens tragen und eine Schulung absolvieren

London - Der ehemalige französische Nationalspieler Nicolas Anelka ist nach seinem umstrittenen Quenelle-Gruß vom englischen Fußballverband (FA) zur Mindestsperre von fünf Spielen verurteilt worden. Zusätzlich muss der 34-Jährige eine Geldstrafe von 80.000 Pfund (rund 97.000 Euro) bezahlen, die Kosten des Verfahrens tragen und eine Schulungsmaßnahme absolvieren. Anelka hat noch das Recht, Berufung einzulegen.

Der Stürmer hatte den Quenelle-Gruß im Spiel zwischen seinem Klub West Bromwich Albion und West Ham United (3:3) Ende Dezember gezeigt. Der Gruß ist mehr als umstritten und wird mit Antisemitismus in Verbindung gebracht.

Gruß an "Freund" Dieudonné

Nach dem Spiel hatte Anelka den Vorwurf zurückgewiesen und erklärt, der Gruß sei lediglich einem Freund gewidmet gewesen, dem französischen Komiker Dieudonné. Dieser ist in Frankreich wegen antisemitischer Äußerungen bereits mehrfach zu Geldstrafen verurteilt worden.

Nach dem Eklat hatte Anelka erklärt, zukünftig auf die Geste verzichten zu wollen. Allerdings kam seine Aktion West Bromwich bereits teuer zu stehen. Ein Sponsor des Vereins hatte erklärt, "im Zuge der Aktion" den auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Bisher soll der Deal dem Verein jährlich 3,6 Millionen Euro eingebracht haben. (sid, 27.2.2014)

  • Die FA präsentierte Nicolas Anelka eine gesalzene Rechnung für seine Entgleisung.
    foto: reuters/darren staples

    Die FA präsentierte Nicolas Anelka eine gesalzene Rechnung für seine Entgleisung.

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