Wall Street schließt im Plus

27. Februar 2014, 23:30
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Fed-Chefin Yellen: Lockere Geldpolitik noch für geraume Zeit angemessen - Spannungen zwischen Russland und dem Westen dämpfen Dax

New York - Die Aussicht auf eine längerfristig lockere US-Geldpolitik hat die US-Börsen am Donnerstag gestützt. Auch ermutigende US-Konjunkturdaten trugen zu Kursgewinnen bei. Für Zurückhaltung der Anleger sorgte dagegen die Ukraine-Krise.

Vor dem Bankenausschuss des US-Senats erklärte die neue Notenbank-Chefin Janet Yellen mit Blick auf die Nullzinspolitik der Federal Reserve (Fed), eine konjunkturstimulierende Geldpolitik sei noch für eine geraume Zeit angemessen. Das Ende der Konjunkturhilfen peile sie für den Herbst an. Voraussetzung sei jedoch, dass sich der Aufschwung wie erwartet festige. Hinter den zuletzt überwiegend schwächer ausgefallenen Konjunkturdaten vermutete sie die Auswirkungen des harten Winters. Yellen "hat klargemacht, dass die Fed bereit ist, zu tun was nötig ist, um die Wirtschaft zu unterstützen. Das ist genau das, was die Wall Street hören wollte", sagte der Chef von Sarhan Capital in New York, Adam Sarhan.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher bei 16.272 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 1854 Zähler und beendete damit den Handel auf Rekordhoch. Das Barometer der Technologiebörse Nasdaq legte 0,6 Prozent auf 4318 Punkte zu. Vor den Äußerungen Yellens hatten die Indizes kaum verändert notiert.

Der Dax verabschiedete sich dagegen mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 9588,33 Punkten in den Feierabend. In Frankfurt sorgten sich die Anleger, dass Russland in der Ukraine eingreifen könnte. Wegen der Krise haben sich die Beziehungen Russlands zur Europäischen Union und den USA verschlechtert.

In New York lagen die Börsen nicht nur wegen der Yellen-Äußerungen leicht im Plus. Auch Konjunkturdaten stimmten zuversichtlich. So gingen die Aufträge für langlebige Güter im Januar nicht so stark zurück wie erwartet.

US-Anleger interessierten sich vor allem für Einzelhandelswerte. J.C. Penney schossen 25 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen erwartet höhere Umsätze und eine bessere Marge im laufenden Geschäftsjahr. Sears gewannen sechs Prozent. Der Handelskonzern konnte seinen Quartalsverlust verringern.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 2031 Werte legten zu, 969 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 1680 im Plus, 912 im Minus und 120 unverändert. (Reuters, 27.2.2014)

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