Bitcoin-Börse MtGox seit Dienstag nicht mehr zu finden

27. Februar 2014, 17:02
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Bitcoin-Börsen-Gründer Karpeles meldet sich zu Wort

Zwei Tage nach dem mysteriösen Verschwinden der Bitcoin-Börse MtGox hat sich der Gründer des virtuellen Marktplatzes zu Wort gemeldet. "Da es zur Zeit viele Spekulationen um MtGox und seine Zukunft gibt, möchte ich allen versichern, dass ich immer noch in Japan bin und mit breiter Unterstützung hart daran arbeite, unsere Probleme zu lösen", erklärte Mark Karpeles auf der Website des Unternehmens.

Eine der ältesten und wichtigsten ihrer Art

Das Portal MtGox ist seit Dienstag im Internet nicht mehr zu finden. Die Handelsplattform für Bitcoins, eine der ältesten und wichtigsten ihrer Art, hatte vor zweieinhalb Wochen alle Aktivitäten gestoppt und dies mit einem Softwarefehler begründet. MtGox-Kunden kommen nicht mehr an ihre virtuellen Guthaben heran.

Der Franzose Karpeles hatte sich zuvor auch in sozialen Netzwerken nicht zum Verschwinden von MtGox geäußert und die Währung Bitcoin in die tiefste Vertrauenskrise seit ihrem Bestehen gestürzt. Nutzer fürchten, dass ihre Bitcoins an der MtGox-Börse gestohlen wurden. Inzwischen haben japanische und US-Behörden Ermittlungen aufgenommen.

Unbekannter Programmierer

Die virtuelle Währung Bitcoin war im Jahr 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark. Aufsichtsbehörden weltweit hatten in den vergangenen Monaten verstärkt vor den Risiken gewarnt. (APA, 27.2. 2014)

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