Reisewarnung: Ägypten-Urlauber fliegen heim

27. Februar 2014, 16:13
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Deutsche und niederländische Reiseveranstalter fliegen Touristen aus Ägypten aus - In Wien sieht man Lage "weniger gespannt"

Berlin - Reiseanbieter holen nach einer Warnung des Auswärtigen Amtes in Berlin deutsche Urlauber aus dem ägyptischen Badeort Sharm el Sheikh zurück. Alltours werde am Donnerstagabend etwa 120 Urlauber vor dort wieder nach Deutschland fliegen, teilte das Unternehmen mit. DER Tour, TUI, Thomas Cook ("Neckermann") sind dabei, Rückflüge zu organisieren - zusammen haben die Unternehmen 250 Urlauber in dem Ort.

Die Gäste erhielten für die nicht genutzten Urlaubstage das Geld zurück, sagte ein Thomas-Cook-Sprecher. Gleichzeitig sagen die Unternehmen Reisen nach Sharm el Sheikh bis Mitte beziehungsweise Ende März ab. Urlauber können umbuchen oder erhalten ihr Geld zurück. Insgesamt spielt der Ort am Roten Meer auf dem deutschen Reisemarkt traditionell eine untergeordnete Rolle. Andere Reiseziele in dem Land wie etwa das bei Deutschen sehr beliebte Hurghada seien nicht betroffen, teilte TUI mit.

Unsichere Lage auf der Sinai-Halbinsel

Hintergrund der Rückhol-Aktion ist die unsichere Lage auf der Sinai-Halbinsel, auf der Sharm el Sheikh liegt. Das Auswärtige Amt hatte deshalb am Mittwochabend seine Reisehinweise für Ägypten verschärft und nun vor Reisen auf den gesamten Sinai "dringend abgeraten". Bislang hatte es eine Reisewarnung für den Norden der Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet sowie den Badeort Taba gegeben. Zudem droht eine gewalttätige Islamisten-Gruppe allen ausländischen Touristen in Ägypten mit Anschlägen, falls sie nicht ausreisen.

Aus österreichischer Sicht gilt das derzeit noch nicht. Das Außenministerium in Wien sieht die Lage am Donnerstag laut aktueller Reiseinformation als "weniger gespannt" an. Für Sharm El-Sheikh und andere Badeorte gelte ein erhöhtes Sicherheitsrisiko und es werde empfohlen, Tourismuszonen nicht zu verlassen. Von einer Reise in die Urlaubergebiete wird aber nicht grundsätzlich abgeraten. 

Auch Niederländer werden heim geholt

Auch das niederländische Außenministerium hat Touristen aufgefordert, die ägyptische Sinai-Halbinsel zu verlassen. Die verschärfte Reisewarnung wurde mit einer erhöhten Gefahr von Terroranschlägen begründet. Die Touristen sollten an diesem Freitag zurückgeflogen werden, teilte eine Sprecherin des Verbandes der Reiseveranstalter am Freitag im niederländischen Radio mit.

In Badeorten wie Sharm el-Scheikh hielten sich zur Zeit schätzungsweise 800 Niederländer auf. Die Reiseveranstalter Tui und Thomas Cook kündigten an, rund 600 Niederländer aus Scharm el Scheich mit Sondermaschinen auszufliegen. (APA/Reuters, 27./28.2.2014)

  • In Sharm El-Sheik und in anderen Badeorten gilt laut Außenministerium in Wien ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Von einer Reise wird aber nicht grundsätzlich abgeraten.
    foto: epa/khaled elfiqi

    In Sharm El-Sheik und in anderen Badeorten gilt laut Außenministerium in Wien ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Von einer Reise wird aber nicht grundsätzlich abgeraten.

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