Tonbandmitschnitt: Justizbehörde legte FPÖ-Anzeige gegen Strobl ad acta

27. Februar 2014, 15:25
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Verfahren um Frage, ob Stiftungsratssitzung abgehört wurde, eingestellt - "Kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung"

Wien - Das Verfahren um die Frage, ob eine ORF-Stiftungsratssitzung vor über drei Jahren abgehört und Informationen an Medien weitergegeben wurden, ist von den Justizbehörden endgültig eingestellt worden. Auf einer FPÖ-Anzeige fußende Ermittlungen gegen Ex-ORF-Kommunikationschef Pius Strobl wegen des Verdachts auf Missbrauch von Tonaufnahme- und Abhörgeräten wurden ad acta gelegt.

Mitschnitt

Strobl hatte im Herbst 2010 rund um eine Sitzung des ORF-Stiftungsrats und die dortige Abwahl von Informationsdirektor Elmar Oberhauser von einer Mitarbeiterin Direktoren- und Journalistengespräche vor dem Sitzungssaal mitschneiden lassen. Nach heftiger Kritik an der Aktion trat Strobl von seinem ORF-Posten zurück und betonte zugleich, dass niemand abgehört wurde. FPÖ-Stiftungsrat Norbert Steger zeigte den engsten Vertrauten von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wegen des Vorfalls bei der Staatsanwaltschaft an.

Kein Grund zur weiteren Verfolgung

Die Ermittlungen zur FPÖ-Anzeige, wonach Strobl vor dem Stiftungsratssaal Gespräche von Journalisten mit ORF-Direktoren abhören ließ, wurden bereits im Vorjahr geschlossen. Nun erfolgte die Einstellung auch zur Frage, ob womöglich die Stiftungsratssitzung abgehört wurde. Die Staatsanwaltschaft Wien stellte das Verfahren ein, "weil kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung besteht", heißt es in einem der APA vorliegenden Schreiben der Behörde. (APA, 27.2.2014)

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