Schettinos Rückkehr auf die Costa Concordia

Ansichtssache27. Februar 2014, 14:38
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Abordnung besichtigte und untersuchte Notstrom-Generator und Aufzug im havarierten Kreuzfahrtschiff

Giglio - "Costa Concordia"-Kapitän Francesco Schettino hat am Donnerstag einen ereignisreichen Tag erlebt. Der Süditaliener kehrte im Zuge des Prozesses gegen ihn erstmals wieder auf das havarierte Kreuzfahrtschiff vor der Insel Giglio zurück. Auf Antrag der Verteidigung nahm er an einem über dreistündigen Besuch von Experten auf der Insel und dem Wrack teil.

Die Fachleute sollen einen Bericht für die Verhandlung anfertigen. Schettino besichtigte mit Richtern, Staatsanwälten, Verteidigern und Gutachtern den Ort des Unglücks vom Jänner 2012. Er durfte jedoch die Gutachter des Gerichts von Grosseto, vor dem ein Prozess gegen den Kapitän wegen fahrlässiger Tötung läuft, nicht ansprechen. Bei dem Besuch wurden der Notstrom-Generator und ein Lift untersucht, in dem mehrere Menschen ums Leben gekommen waren.

"Die Anwesenheit des Kapitäns ist wegen der riesigen Komplexität des Schiffes und seiner Kontrollsysteme wichtig", berichtete Schettinos Anwalt Domenico Pepe. "Ich bin kein Schwächling, ich will die Wahrheit", sagte Schettino, bevor er an Bord des Schiffs ging.

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foto: epa/maurizio degl' innocenti

Die Rückkehr Schettinos an Bord des havarierten Kreuzfahrtschiffes wurde von Medienrummel begleitet. Eine Gruppe von Reportern und Kameraleuten wartete auf Schettino, der sich nervös am engen Kai des Hafens einen Weg durch die Menschenmenge bahnen musste, bevor er ein Boot der Küstenwache betreten konnte.

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