Wintergäste ließen im Jänner aus

27. Februar 2014, 13:21
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Im Jänner traten vor allem Deutsche und Niederländer kürzer oder zogen andere Urlaubsdestinationen Österreich vor

Wien - Die bisherige Wintersaison verlief grundsätzlich gut. Insgesamt gab es sowohl bei Nächtigungen als auch bei Ankünften von November bis Jänner neue Höchstwerte. Wermutstropfen für die Touristiker: Im Jänner, dem nach Februar zweitwichtigsten Wintermonat, übernachteten erneut weniger Gäste in Österreich, der Rückgang war mit 3,3 Prozent auf 13,87 Mio. sogar stärker als im Vorjahr (-2,4 Prozent). In der gesamten ersten Winterhälfte legte hingegen die Nächtigungszahl um 0,4 Prozent auf 28,83 Millionen leicht zu, jene der Ankünfte um 2,4 Prozent auf 7,87 Millionen.

Das Gros entfiel auf ausländische Gäste (+0,4 Prozent auf 22 Millionen), wobei es hier beim wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland ein Plus gab (+0,9 Prozent auf 11,51 Millionen), bei den Niederlanden, der Nummer zwei, hingegen ein Minus (-3,6 Prozent auf 1,90 Millionen). Schweizer und Liechtensteiner (+3,2 Prozent) sowie Russen (+4,2 Prozent) kommen weiterhin gerne zum Skifahren nach Österreich. Auch die Österreicher sind Fans vom Winterurlaub in der Heimat - hier stiegen die Nächtigungen um 0,6 Prozent auf 6,83 Millionen.

Gesamtjahr mit Rekord

Im Jänner traten vor allem Deutsche und Niederländer kürzer oder zogen andere Urlaubsdestinationen vor. Zuwächse anderer Herkunftsmärkte wie Russland (+1,2 Prozent), Schweiz (+3,4 Prozent) oder Italien (+5,7 Prozent) konnten das nicht ausgleichen. Das Gesamtjahr 2013 hatte dem heimischen Tourismus sowohl bei Nächtigungen als auch bei Ankünften Rekorde beschert.

"Die erste Winter-Halbzeit hat die Tourismuswirtschaft mit neuen Rekorden gewonnen. Über eine erfolgreiche Gesamtsaison entscheiden jetzt vor allem der Februar und die Buchungslage für die Osterferien, nachdem der Jänner bei den Nächtigungen wetterbedingt wie schon im Vorjahr schwächer abgeschlossen hat", sagt dazu Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. (APA/red, derStandard.at, 27.2.2014)

  • Die Rechnung wird nach dem Februar gemacht. Insgesamt verlief die Saison gut.
    foto: ap/heimken

    Die Rechnung wird nach dem Februar gemacht. Insgesamt verlief die Saison gut.

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