Presseförderung: Weniger, nicht mehr für Blätter

26. Februar 2014, 17:56
18 Postings

Kommission zur Vergabe neu besetzt

Wien - Die sieben Damen und Herren empfehlen der Medienbehörde, wer wie viel Presseförderung bekommt. Demnächst tritt die gerade neu bestellte Kommission erstmals zusammen, in den nächsten Wochen wird der Kuchen wie alle Jahre verteilt. Nur: Er wird aller Voraussicht noch einmal kleiner - statt deutlich größer, wie der Zeitungsverband seit Langem fordert und ein Gutachten für das Kanzleramt empfiehlt.

Das Kanzleramt muss, wie alle Ministerien, sparen - 5,22 Millionen weniger sind vorgesehen. Der Ballhausplatz hat nicht viel Spielraum für Kürzungen - Volksgruppenförderung etwa oder zuletzt elf Millionen Presseförderung.

Hoffung auf Investoren für KTZ

Über die "Kärntner Tageszeitung" wurde gerade ein Insolvenzverfahren eröffnet. Sie erhielt 2013 noch rund eine Million Euro Bundespresseförderung. KTZ-Chefredakteurin Claudia Grabner hofft auf Weiterführung und Investoren. In Regierungskreisen ist - offenbar für den Fall einer Einstellung - von möglichem Kürzungspotenzial bei solchen Titeln im Sinne der Budgetvorgaben die Rede.

Im Kanzleramt verweist man indes auf Anfrage nur auf den laufenden Budgetprozess, der erst im April abgeschlossen und dann zu kommentieren sei.

Bei der Verteilung der Presseförderung beraten die Behörde nun nach Standard-Infos: Wolfgang Trimmel und Gisela Kirchler-Lidy für das Bundeskanzleramt. Matthias Hranyai und Paul Pichler vom Zeitungsverband VÖZ sowie Gregor Hochrieser (APA) und Fritz Wendl die Journalistengewerkschaft. Gerhard Benn-Ibler, Ehrenpräsident der Rechtsanwälte, könnte wieder den Vorsitz übernehmen. (fid, DER STANDARD, 27.2.2014)

Share if you care.