Gurlitt: Bayerisches Justizministerium räumt erneut Fehler ein

26. Februar 2014, 13:31
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Justizbehörden seien üblicherweise keine Experten in der Herkunftsforschung von möglicher Nazi-Raubkunst

München - Das bayerische Justizministerium hat erneut Fehler im Umgang mit dem Fall Gurlitt eingeräumt. "Wir wissen inzwischen einiges besser und hätten inzwischen auch einiges anders gemacht", so der Leitende Ministerialrat Michael Grauel im Kulturausschuss des Landtags. Der Fall sei aber auch sehr komplex und Justizbehörden seien keine Experten in Provenienzforschung von möglicher Nazi-Raubkunst.

In der Schwabinger Wohnung von Cornelius Gurlitt waren Anfang 2012 insgesamt 1280 zum Teil sehr wertvolle Kunstwerke gefunden worden, von denen rund 500 in Verdacht stehen, Nazi-Raubkunst zu sein. Vor kurzem wurde dann bekannt, dass der 81-Jährige auch in seinem Haus in Salzburg wertvolle Kunstwerke lagerte.

Die Augsburger Staatsanwaltschaft habe seinerzeit auch das Salzburger Haus durchsuchen wollen, sagte Grauel. Das sei aber an den österreichischen Behörden gescheitert, weil die davon ausgingen, dort sei nichts gelagert, was den Wert von 100.000 Euro übersteigt. Inzwischen hat Gurlitts Sprecher mitgeteilt, dass dort unter anderem Bilder von Picasso und Monet lagerten.

Gespräch mit Gurlitt

Unterdessen hat am Mittwoch Ingeborg Berggreen-Merkel, Leiterin der Taskforce "Schwabinger Kunstfund", auch von einem einstündigen Gespräch mit Kunstsammler Cornelius Gurlitt berichtet. Es sei ein sehr persönliches Gespräch gewesen. "Ich habe ihm im Wesentlichen gesagt, dass er Anwälte braucht." Zum Inhalt wollte sie sich nicht weiter äußern. Das Gespräch sei "ein Gebot der Fairness und der Höflichkeit" gewesen. Schließlich nehme die Taskforce die Bilder unter die Lupe, mit denen Gurlitt jahrzehntelang lebte. (APA, 26.2.2013)

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