Mehr Geburten und Todesfälle im Jahr 2013, aber weniger Hochzeiten

Infografik26. Februar 2014, 14:22
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Demografische Entwicklung: Geburtenbilanz in Österreich betrug im Vorjahr 613 - Mit interaktiver Tabelle, in der Sie die Zahl für Ihren Bezirk oder Ihr Bundesland nachschlagen können

Im Jahr 2013 wurden in Österreich mehr Menschen als 2012 geboren, es starben aber auch mehr. Es gab jedoch deutlich weniger Eheschließungen. Das geht aus den vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor – die endgültigen Ergebnisse werden erst in einigen Wochen veröffentlicht.

Positive Geburtenbilanz

Es gab um 0,5 Prozent mehr Lebendgeburten als im Vorjahr: 78.103 im Jahr 2013, 77.700 im Jahr 2012. 77.490 Menschen starben im Jahr 2013, der Anstieg liegt bei 0,4 Prozent. Die bundesweite Geburtenbilanz (Geborene minus Gestorbene) betrug im letzten Jahr 613.

Die folgende Tabelle können Sie nach der Veränderung zum Vorjahr sortieren. Die Daten liegen auf Bezirks- und Bundeslandebene vor, Gemeindedaten werden erst bei den endgültigen Ergebnissen veröffentlicht. Die Tabelle ist auch durchsuchbar.

In der folgenden Tabelle können Sie die absoluten Zahlen für Ihren Bezirk oder Ihr Bundesland nachschlagen.

Die Säuglingssterblichkeitsrate in Österreich liegt derzeit bei 3,1 Promille. Dieser Wert liegt nun schon seit acht Jahren unter der Vier-Promille-Marke. Als einziges Bundesland liegt Wien darüber. 18.176 Kinder wurden dort geboren, 84 starben dabei im ersten Lebensjahr. Den hohen Wert erklärt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums durch eine spezialisierte Abteilung im Wiener AKH, wo Risikogeburten von Menschen aus ganz Österreich durchgeführt werden. Die niedrigste Rate hatte Kärnten.

Weniger Eheschließungen im Jahr 2013

Neben den Geburten- und Sterbezahlen wurde auch die Zahl der standesamtlichen Eheschließungen veröffentlicht, sie ist um 6,3 Prozent gesunken. 38.557 Hochzeiten sind der niedrigste Wert seit 2009. In der folgenden Grafik haben wir die Veränderung in den einzelnen Bezirken und Bundesländern veranschaulicht.

Die Zahl der Trauungen war in allen Bundesländern rückläufig. Ein statistisches Schmankerl: Den stärksten Rückgang im Monatsvergleich gab es vom Dezember 2012 auf Dezember 2013. Am 12.12.2012 hatten besonders viele Paare, fast 2500, geheiratet. (Florian Gossy, derStandard.at, 26.2.2014)

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