Die Wiedergeburt des Air Race

26. Februar 2014, 11:31
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Nach drei Jahren Pause und einem Sicherheits-Relaunch startet das Flug-Spektakel ein Comeback - WM-Auftakt in Abu Dhabi

Wien/Abu Dhabi - Am kommenden Samstag feiert das Red Bull Air Race in Abu Dhabi ein Comeback: Nach dreijähriger Pause wird es beim Slalom der High-Performance-Flugzeuge in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Sicherheit heiß hergehen. Neu bei der schnellsten Motorsport-Serie der Welt ist das Reglement mit einheitlichen Motoren und Propeller, neu sind auch manche Piloten, mit dabei sind aber auch einige alte "Haudegen" wie der Steirer Hannes Arch.

Comeback nach drei Jahren Pause

"Natürlich will ich die WM gewinnen", gab der 46-jährige Ex-Weltmeister im Gespräch mit der APA zu Protokoll. Dagegen könnte vor allem der Brite Paul Bonhomme, der regierende Air Race-Weltmeister 2010, etwas haben, der ebenso wieder mit dabei ist. Damals setzte sich Bonhomme hauchdünn mit vier Punkten Vorsprung auf Arch durch, danach wurde das Flug-Spektakel zwecks Sicherheits-Relaunch für drei Jahre ausgesetzt.

Allerdings werden die Karten in "Season 7" komplett neu gemischt: Aus Sicherheitsgründen starten alle Flieger mit einheitlichen Motoren, Propellern und Abgassystemen, die maximale Fliehkraft der wendigen Maschinen wurde auf zehn G limitiert, die "Tore" - "Air Gates" genannt - wurden von 20 auf 25 Meter erhöht.

Höhere Pylonen

"Die Anhebung der Pylonenhöhe bringt sicher etwas, denn falls was schiefgeht, hast du mehr Spielraum für Korrekturen", begrüßte Arch diese Maßnahme. Immerhin sind die Rennflugzeuge der zwölf Piloten bis zu 370 km/h schnell.

Der bisher letzte Sieger in Abu Dhabi war Paul Bonmomme 2010, im Jahr davor hatte Hannes Arch den Propeller vorne gehabt. Der Steirer ist auch für den neuen Anlauf zuversichtlich: "Meine Maschine - eine Edge 540 - ist aerodynamisch sehr gut."

Acht Rennen in sieben Ländern

Seit 2003 gibt es das Air Race. Seit 2005 als weltweite Serie, bei dem die Piloten mit ihren wendigen Flugzeugen einen von Pylonen-Toren gekennzeichneten Kurs auf Zeit durchfliegen müssen. 2010 hatte man aus Sicherheitsgründen die Reißleine gezogen, nachdem die Piloten zu sehr ans Limit gegangen waren. 2014 finden acht Rennen in sieben Ländern auf drei Kontinenten statt. Neu ist auch der "Challenger Cup", über den junge Piloten an die Elite herangeführt werden sollen.

Nach dem ersten Air-Race-Startkommando "smoke on" in Abu Dhabi (1. März) steht am 12./13. April in Rovinj das "exklusivste" Air Race auf dem Programm. Weil die kroatische Küstenstadt wenig Platz bietet, ist der von Österreich am besten zu erreichende Air-Race-Event in Istrien der einzige, für den man Tickets benötigt. Alle übrigen und wie immer über mehrere Tage gehenden Bewerbe in Malaysia, Polen, Großbritannien, den USA und China (Finale) sind prinzipiell frei zugänglich, weswegen an Rennwochenenden traditionell jeweils mehrere hunderttausend Zuseher mit dabei sind. (APA, 26.2.2014)

Die 12 Air-Race-Piloten 2014: Hannes Arch (AUT), Kirby Chambliss (USA), Martin Sonka (CZE), Matt Hall (AUS), Nigel Lamb (GBR), Matthias Dolderer (GER), Yoshihide Muroya (JPN), Peter Besenyei (HUN), Paul Bonhomme (GBR), Pete McLeod (CAN), Michael Goulian (USA), Nicolas Ivanoff (FRA).

WM-Kalender 2014: Abu Dhabi/VAE (1. März), Rovinj/CRO (13. April), Putrajaya/MAL (18. Mai), Gdynia/POL (27. Juli), Ascot/GBR (17. August), Dallas/Fort Worth/USA (7. September), Las Vegas/USA (12. Oktober), China (2. November)

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Air Race

  • Hannes Arch auf der Jagd.
    foto: reuters/ap/tom lovelock

    Hannes Arch auf der Jagd.

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