Europas Leitbörsen schließen im Plus

28. Februar 2014, 18:20
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Frankfurt am Main - Europas Leitbörsen haben die Handelswoche am Freitag mehrheitlich im Plus geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,46 Prozent oder 14,29 Zähler auf 3.149,23 Punkte.

Spekulationen auf eine abermalige Lockerung der Geldpolitik im Euroraum haben am Freitag einen spürbaren Dämpfer erfahren. Die Teuerung im Währungsraum hat sich zur Überraschung von Analysten nicht abgeschwächt. Nach Zahlen des europäischen Statistikamts Eurostat lagen die Verbraucherpreise im Februar 0,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dies entspricht der Inflationsrate im Vormonat. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 0,7 Prozent gerechnet, einige Beobachter sogar mit einer Rate von 0,6 Prozent.

Für positive Vorgaben sorgten Veröffentlichungen von Konjunkturzahlen in den USA. Während die zweite Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukts etwas niedriger als erwartet ausfiel, lag der Einkaufsmanagerindex, der Chicago-PMI, über den Erwartungen von Analysten. Dass die US-Wirtschaft im Schlussquartal 2013 ein wenig schwächer als bisher bekannt gewachsen war, hatten Bankvolkswirte aber bereits erwartet. Lediglich die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe verfehlten mit dem im Jänner nur minimalen Anstieg zum Vormonat die Markterwartungen deutlich.

Optimistische Aussagen zu neuen Medikamenten haben Bayer-Aktien am Freitag zu einem deutlichen Kursplus und damit an die Spitze des Euro-Stoxx-50 verholfen. Dass Bayer 2013 die Gewinnerwartungen verfehlt hatte, belastete die Titel des Pharma- und Chemiekonzerns nur vorübergehend. Angetrieben durch ein glänzendes Pharmageschäft hat der Konzern 2013 eines der besten Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Der Kurs der Aktie stieg um plus 3,05 Prozent auf 102,90 Euro.

Ebenfalls zu den Gewinnern gehörte der Chemiekonzern BASF, dessen Aktien am Ende des Tages 1,73 Prozent auf 83,42 Euro zulegten. Analystenhäuser hatten im Laufe des Tages das Kursziel erhöht. Der Konzern habe einen soliden Bericht für das vierte Quartal vorgelegt, hieß es.

Die Sanierungsanstrengungen bei Iberia und die Zuwächse bei British Airways haben dem gemeinsamen Mutterkonzern International Airlines Group (IAG) 2013 wieder in die schwarzen Zahlen geführt. Auch die Komplettübernahme der spanischen Billigairline Vueling sowie gesunkene Kerosinkosten machten sich positiv bemerkbar. An der Börse verzeichneten die Papiere ein Minus von 3,28 Prozent.  (APA, 28.2.2014)

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