Verbesserte Diagnostik von Brustkrebs

26. Februar 2014, 10:15
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Mit der 7-Tesla-MRT wird eine diagnostische Genauigkeit von 96,6 Prozent erreicht

Wien - Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien haben nachgewiesen, dass die 7-Tesla-Ultra-Hochfeld-Magnetresonanztomographie (MRT) für die klinische Anwendung bei Patientinnen mit Brustkrebs geeignet ist. Das könnte künftig eine verbesserte Diagnostik von Brusttumore bringen. Die Arbeit wird aktuell Journal "European Radiology" veröffentlicht.

In vorangegangenen Studien mit 7-Tesla-MRT war die Untersuchung der klinischen Anwendbarkeit bisher auf Grund der zur Verfügung stehenden, begrenzten Spulentechnik auf eine Brust limitiert. "Die neue Generation der Spulen erlaubt die beidseitige klinische Verwendung", sagt Katja Pinker von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin in Wien, die die Studie in Kooperation mit dem Exzellenzzentrum Hochfeld-MR (Leitung: Siegfried Trattnig) und dem Brustgesundheitszentrum der MedUni Wien und des AKH Wien (Koordinator Michael Gnant) durchgeführt hat.

Personalisierte Diagnose

Mit der 7-Tesla-MRT gelingt es, eine diagnostische Genauigkeit von 96,6 Prozent zu erzielen. Mit dem 3-Tesla Gerät, das derzeit klinisch standardmäßig im Einsatz steht, liegt die diagnostische Genauigkeit bei 93 Prozent. Die Untersuchungsdauer ist ident - egal ob 3-Tesla oder 7-Tesla, eine Patientin verbringt etwas mehr als fünfzehn Minuten in der Untersuchungsröhre.

Das höher zur Verfügung stehende Signal bei 7T erlaubt eine höhere Auflösung, die es ermöglicht Feinheiten und Details besser zu sehen um eine sichere Diagnose stellen zu können", so Pinker. Eine Diagnostik auf molekularer und metabolischer Ebene macht es zudem möglich die Tumore besser charakterisieren zu können und so noch weiter in Richtung personalisierte Medizin zu gehen.

Der klinische Einsatz von 7-Tesla ist theoretisch sofort möglich, hängt aber auch von der Verfügbarkeit ab: Weltweit gibt es derzeit nur acht universitäre Einrichtungen, die ein 7-Tesla-Gerät einsetzen. Am Wiener AKH steht derzeit das einzige Gerät in Österreich. (red, derStandard.at, 26.2.2014)

 

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