Telekom-Austria-Bilanz 2013 - Ametsreiter zu Slim: Sache der ÖIAG

26. Februar 2014, 09:43
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Tschuden: Wollen BBB Rating bei S&P durch Schuldenabbau aus dem operativen Cashflow zurückerlangen

Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter verweist in der Diskussion über eine Aufstockung der Anteile des mexikanischen Großaktionärs America Movil auf die Staatsholding ÖIAG, die den Staatsanteil von 28,4 Prozent an der Telekom hält. Gespräche über einen Syndikatsvertrag führe nicht das Management, sondern die Eigentümervertreter, so Ametsreiter Mittwochfrüh zur APA.

America Movil steht im Besitz des Multimilliardärs Carlos Slim, aus seinem Umfeld hieß es, er wolle die guten Kontakte der Telekom in den südosteuropäischen Raum nützen. Ametsreiter schließt jedenfalls "zum gegenwärtigen Zeitpunkt" den Verkauf von Tochtergesellschaften aus. "Die Unternehmen in unserem Portfolio erbringen unter den gegebenen Umständen die Ergebnisse, die wir von ihnen erwarten", so der Manager im Geschäftsbericht 2013.

"Unser gegenwärtiger Fokus liegt darauf, wieder finanzielle Reserven aufzubauen"

Zum Thema Dividendenerhöhung meinte Finanzchef Hans Tschuden: "Unser gegenwärtiger Fokus liegt darauf, wieder finanzielle Reserven aufzubauen. Wir haben dieses Jahr eine Menge investiert. Daher wollen wir nun einen Schuldenabbau über den operativen Cashflow des Unternehmens in den Mittelpunkt stellen. Mittelfristig habe sich die Telekom Austria Group zum Ziel gesetzt, ihr BBB Rating bei S&P zurückzuerlangen, "primär durch Schuldenabbau aus dem operativen Cashflow".

Zum Ausblick hielt Ametsreiter fest, dass die Schwerpunkte in Österreich und Bulgarien liegen. "Auf makroökonomischer Ebene werden sich 2014 voraussichtlich die Trends fortsetzen, die schon das Jahr 2013 geprägt haben", so Ametsreiter. Tschuden ergänzt: "Unsere Aufgabe ist es, unsere Produkte und Tarife anzupassen, damit wir dieses Wachstum beim Datenverkehr auch monetarisieren können."

Die Aktie der Telekom legte nach den Berichten über einen möglichen Syndikatsvertrag mit Amercia Movil zuletzt kräftig zu, im Vorjahr gab es aber unter dem Strich ein Minus von 4,1 Prozent.

Ein Minus gab es auch beim Durchschnittsumsatz der Mobilfunkkunden in Österreich, er sank um 14,3 Prozent auf 16,1 Euro. Zuletzt hatte die Telekom mehrfach die Tarife erhöht, gestern wurden Preissteigerungen im Festnetz bei gleichzeitiger Reduktion der Verbindungsentgelte für Festnetzanrufe zum Mobilfunk bekannt gegeben. (APA, 26.2. 2014)

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