Youtube: Deutsches Gericht verbietet "GEMA-Sperrtafeln"

26. Februar 2014, 09:30
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Verwertungsgesellschaft GEMA hatte YouTube auf Unterlassung geklagt, da Sperrtafeln falschen Eindruck erwecken würden

Die unbeliebten GEMA-Sperrtafeln auf Youtube könnten– zumindest in der derzeitigen Form - der Vergangenheit angehören: Das Landgericht München gab einer Unterlassungsklage der Verwertungsgesellschaft GEMA recht, der zufolge die Sperrtafeln irreführend seien und der GEMA schadeten.

Youtube sperrt aus Eigeninitiative

Die GEMA begründete ihre Klage damit, dass Youtube Videos prophylaktisch und aus Eigeninitiative sperre, dies aber so darstelle, als ob die GEMA die Sperrung des möglicherweise urheberrechtsverletzenden Materials beantragt hatte. Tatsächlich sei die GEMA, so Heise, aber nur für die Sperre von vergleichsweise wenigen Videos verantwortlich.

Schadet Image der GEMA

Durch Youtubes Sperrtafeln werde das Image der GEMA in Mitleidenschaft gezogen. Die Verwertungsgesellschaft berief sich etwa auf einen kürzlich erfolgten Vorfall, in der ein Livestream von den ukrainischen Protesten aus Maidan mit einer GEMA-Sperrtafel blockiert wurde. Die Google-Tochter Youtube muss, wenn das Urteil rechtskräftig wird, die Sperrtafeln in Zukunft ändern und bei Zuwiderhandeln jeweils 250.000 Euro an die GEMA überweisen. (fsc, derStandard.at, 26.2.2014)

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heise

  • Wirkt laut Anklage so, als ob die GEMA für die Sperrung direkt verantwortlich sei: Sogenannte "GEMA-Sperrtafeln" müssen künftig anders formuliert werden
    foto: screenshot/youtube

    Wirkt laut Anklage so, als ob die GEMA für die Sperrung direkt verantwortlich sei: Sogenannte "GEMA-Sperrtafeln" müssen künftig anders formuliert werden

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