Ergebniseinbruch bei Telekom Austria

26. Februar 2014, 08:08
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Bilanz 2013: Positives Ergebnis bei negativem Cash Flow

Wien - Die teilstaatliche Telekom Austria hat 2013 ein deutlich schlechteres Betriebsergebnis bei leicht sinkendem Umsatz eingefahren. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) gab um 17,4 Prozent auf 377,6 Mio. Euro nach, der Umsatz sank um 3,4 Prozent auf 4,18 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 11,6 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro.

Das Jahresergebnis stieg um 5,5 Prozent auf 109,7 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung legte um 13,8 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro zu. Der Free Cash Flow lag bei minus 717 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote bei 19,2 Prozent, teilte der teilstaatliche börsenotierte Konzern am Mittwoch ad hoc mit.

Im 4. Quartal ist das Betriebsergebnis um 52,5 Prozent auf 32,8 Mio. Euro eingebrochen. Der Umsatz gab um 5,6 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro nach.

Die Kundenzahl im Mobilfunk ist im Gesamtjahr 2013 um 2,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter sank gleichzeitig um 2,4 Prozent auf 16.045.

Weiterer Umsatzrückgang erwartet

Die Telekom Austria erwartet für das heurige Jahr einen Umsatzrückgang von drei Prozent, die Dividende soll stabil bei 5 Cent je Aktie liegen. Das vergangene Jahr war geprägt von starken Kundenverlusten in Bulgarien und Kroatien, dafür konnte der Konzern in Österreich kräftig zulegen.

Zugleich gab das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Österreich 2013 um 17,5 Prozent auf 745,3 Mio. Euro nach. Der Umsatz sank um 4,6 Prozent auf 2,66 Mrd. Euro. In Bulgarien brach der Umsatz gar um 14,8 Prozent ein, in Kroatien um 7,4 Prozent. Im Gegenzug gab es in Weißrussland ein Umsatzplus von 10,1 Prozent.

Zum Ausblick hieß es: "2014 werden wir uns weiterhin auf eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ebitda der Gruppe konzentrieren." Die Telekom steht vor einem stärkeren Einstieg ihres mexikanischen Großaktionärs America Movil. Ob der Staat als bisher größter Anteilseigner ebenfalls weiter aufstockt, ließ der zuständige Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) bisher offen.

Einmal mehr beklagt die Telekom die Kosten durch die Regulierung des Marktes und den Frequenzkauf. Die Telekom hatte im Herbst des Vorjahres um 1 Mrd. Euro - und damit weit mehr als der Mitbewerb - Funkfrequenzen ersteigert ("LTE-Auktion").

"Die grundlegende finanzielle Stabilität der Gruppe wurde durch die erfolgreiche Platzierung einer Benchmark-Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. Euro im Dezember 2013 unterstrichen. Die Anleihe stieß mit einer jährlichen Verzinsung von 3,125 Prozent - deutlich unter den durchschnittlichen Fremdkapitalkosten der Gruppe - auf großes Interesse", so die Telekom am Mittwoch in einer Aussendung. (APA, 26.2.2014)

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