Flughafen Wien hofft auf Zuwachs

25. Februar 2014, 17:20
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Noch keine Anfragen für A380 Landung in Wien

Wien - "Es wäre eine tolle Ergänzung für das Osteuropa-Netzwerk der AUA, wenn neben der Air China ein weiteres Mitglied der Star Alliance, Ethiopian Airlines, Wien anfliegen würde", sagte Flughafen-Wien-Vorstandsmitglied Julian Jäger. Air China startet ab Mai 2014 und bringt damit vier zusätzliche Frequenzen nach Peking.

Mit Ethiopian gebe es "konkrete Gespräche", künftig Wien anzufliegen. Gedacht sei an tägliche Verbindungen von Addis Abeba nach Wien und weiter nach Stockholm. Derzeit werde diese Verbindung via Kairo nach Stockholm geführt. Von Schwedens Hauptstadt gebe es einen regen touristischen Verkehr nach Ostafrika.

Hoffen auf Royal Jordanian

Wann Royal Jordanian von Amman über Wien nach Los Angeles und Miami fliegen wird, sei offen. Jäger: "Ich wäre überrascht, wenn es noch im Sommer wäre, eventuell im Winter oder erst nächstes Jahr." Es sei zu Verzögerungen gekommen, nicht zuletzt, weil die Airline einen neuen Chef bekam. Die Verkehrsrechte in Wien hätte Royal Jordanian jedenfalls bereits in der Tasche.

Fix ist, dass heuer neben Air China, Air Algérie und Jet2.com (fliegt nach Manchester) Wien anfliegen werden. Nach einem Rückgang im Vorjahr geht Jäger heuer wieder von einem Passagierplus aus. Air China wäre seit zehn Jahren der erste Langstreckenflieger, der Wien neu anfliegt.

Konkrete Anfragen, mit dem Airbus A380 in Wien zu landen, gebe es nach wie vor keine. Auf der bestehenden Piste wäre es zwar möglich zu landen, das Terminal müsste aber umgebaut werden. Das würde einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Jäger: "Ich halte Emirates für die einzige realistische Airline, die mit dem A380 Wien anfliegen will, aber Emirates hat vom Wiener Verkehrsministerium derzeit keine Genehmigung dafür."

Anders als beim Shopping und bei den Erlösen aus Mieten gingen die Parkeinnahmen im Vorjahr um 4,4 Prozent zurück. Vorstandsmitglied Günther Ofner führt das darauf zurück, dass mehr Reisende mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder Limousinen oder Taxis zum Airport kamen. Die Umsätze beim CAT stiegen etwa um 4,6 Prozent.

Interessant werde sein, wie viele Reisende ab 2015 auf die Bahn umsteigen werden. Dass die Parkgebühren in Schwechat einfach zu teuer seien, stellte Ofner in Abrede: "Wenn die Tickets im Reisebüro mitgebucht werden, gibt es Rabatte von bis zu 50 Prozent", so Ofner.

In Summe waren die Flughafen-Chefs mit dem Vorjahr zufrieden: Umsatz und Gewinn wurden gesteigert, die Verschuldung reduziert. Heuer soll diese Entwicklung fortgesetzt werden. (cr, DER STANDARD, 26.2.2014)

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