"Mee(h)r Tanz" beim Festival Szene Bunte Wähne

25. Februar 2014, 17:58
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Ökologisches Bewusstsein einmal anders

Siebzehn wird das jungen Leuten gewidmete Tanzfestival Szene Bunte Wähne. Ab Donnerstag stellt Intendantin Yvonne Birghan-van Kruyssen (bis 3. 3.) acht Produktionen im Dschungel und im Wuk vor. Angesprochen werden die Kleinen ab zwei bis hin zu Teenagern im Hormonrausch. Motto des aktuellen Festivals ist: "Das Mee(h)r in mir." Das klingt in seinem Verweis auf Ökologie und Selbstverständnis vielversprechend. Denn nicht wenige Eltern fragen sich, wie weit sie die "Globalisierung" des kindlichen oder jugendlichen Selbstverständnisses ihrer Sprößlinge einer Unterhaltungsindustrie überlassen können, welche Alternativen es gibt.

Die Szene Bunte Wähne bietet etwa die Gelegenheit zu erleben, dass ökologisches Bewusstsein keine betuliche Angelegenheit sein muss. Das jedenfalls versucht Choreograf Leandro Kees mit seiner Performing Group in Trashedy zu beweisen (ab 10 Jahren). Und Yves Thuwis kommt wieder mit dem Erfolgsprojekt Love Songs (ab 14), in dem Darsteller die Herz- und Schmerz-Angelegenheiten der Popkultur durchtanzen. Eine Begegnung mit der Endlichkeit des Lebens ist das Thema der Arbeit Ente, Tod und Tulpe (ab 5) in der Regie und Choreografie von Franziska Henschel, die das bekannte gleichnamige Kinderbuch von Wolf Erlbruch bearbeitet hat.

Im weiteren Programm stellt unter anderem Paola Aguilera den Jüngsten Mein kleines Meer vor, und in Die Jury von Hege Haagenrud kommen Kinder an die Macht. (ploe, DER STANDARD, 26.2.2014)

  • Dynamische Ideen: Franziska Henschels Arbeit "Ente, Tod & Tulpe".
    foto: hoppe

    Dynamische Ideen: Franziska Henschels Arbeit "Ente, Tod & Tulpe".

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