Interneteinkäufe führen zu mehr Kreditkartenbetrug

25. Februar 2014, 16:29
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Der schnelle Einkauf im Internet lockt auch Kriminelle: Erstmals seit Jahren steigt die Schadenssumme durch den Missbrauch von Kredit- und Bankomat-Karten

Frankfurt - Europas Währungshüter warnen Kredit- und Bankomat-Kartennutzer vor zunehmendem Datenklau im Internet. Erstmals seit vier Jahren nahm 2012 der Betrug mit Plastikgeld insgesamt wieder zu, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag anhand jüngster ausgewerteter Daten mitteilte.

Hauptursache: Immer häufiger greifen Kriminelle Kartendaten und Geheimnummern (PIN) bei Zahlungen ab, die online, per E-Mail oder am Telefon abgewickelt werden. Inzwischen gehen 60 Prozent der Schadenssumme auf diesen Kanal zurück - Tendenz seit Jahren steigend.

Den Gesamtschaden durch Kartenmissbrauch für das Jahr 2012 bezifferten die Währungshüter auf 1,33 Milliarden Euro. Das waren 14,8 Prozent mehr als 2011. Die Daten beziehen sich auf den Zahlungsraum Sepa ("Single Euro Payments Area") mit seinerzeit 32 Staaten: alle 27 damaligen EU-Mitglieder sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. Die höchsten Schäden durch Kartenmissbrauch gab es im Schnitt bei Karten, die in Frankreich, Großbritannien und Luxemburg ausgegeben wurden.

Mehr tun für die Konsumenten

"Die Daten zeigen, dass wir wachsam gegenüber Kartenmissbrauch bleiben müssen", erklärte EZB-Vizepräsident Vítor Constancio. Die Notenbank mahnte, es müsse mehr für sichere Online-Bezahlungen getan werden - zumal immer mehr Verbraucher diesen Weg nutzten. Verfahren wie das Generieren von Einmal-PINs per Kartenleser seien notwendig, weil Datendiebe mittlerweile auch ausgeklügelte Techniken anwendeten.

Mit Kartendubletten indes können Kriminelle in Europa kaum noch etwas anfangen. Die sogenannte EMV-Technik mit einer Art Mini-Computer in den Karten habe für mehr Sicherheit gesorgt, bekräftigte die EZB. Bei solchen Karten wird der Datensatz verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft. Zusätzlich gibt es eine PIN.

Statistisch gesehen ist die Gefahr, beim Bezahlen mit Plastikgeld Opfer von Datendieben zu werden, insgesamt relativ gering. 2012 waren nach EZB-Angaben 0,038 Prozent von 3,5 Billionen Transaktionen im Sepa-Zahlungsraum betroffen. Von 2635 Euro, die per Kredit- und Debitkarte ausgegeben wurden, fiel einer Betrügern in die Hände. (APA, 25.2.2014)

  • Das Internet lockt auch Kriminelle an.
    foto: apa/fohringer

    Das Internet lockt auch Kriminelle an.

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