Warum ist uns die EU egal?

25. Februar 2014, 14:59
298 Postings

Die ehemalige EU-Abgeordnete Mercedes Echerer und Paul Schmidt diskutierten im Forum

In der Europäischen Kommission, im Europäischen Parlament und im Rat der Europäischen Union werden Entscheidungen getroffen, die uns alle betreffen, die unser Leben täglich beeinflussen. Auch wenn in EU-Wahlkampfzeiten jene Stimmen wieder lauter werden, die eine Stärkung der Nationalstaaten fordern, geht die Tendenz doch in eine andere Richtung. Die europäischen Institutionen werden mächtiger. Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), der Fiskalpakt und die noch nicht beschlossene Bankenunion sind eindeutige Beispiele: in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum müssen Mitgliedsstaaten Teile ihrer staatlichen Souveränität im gemeinsamen Interesse abgeben.

Dem gegenüber steht das geringe Interesse der Bevölkerung an europäischer Politik. Seit der Europawahl 1999 liegt die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent und wurde seither mit jeder EU-Wahl noch geringer.

Liegt dieses anscheinende Desinteresse an den komplexen Strukturen der EU, an intransparenten Entscheidungen und schlechter Kommunikation? Nützt das fehlende Engagement schlussendlich starken Lobbys und mächtigen Insidern, die zu ihrem Vorteil Einfluss nehmen? Und was kann getan werden, um mehr Menschen für europäische Politik zu interessieren?

Mercedes Echerer, ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlaments, und Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, diskutieren hier im Forum mit den Usern von derStandard.at am Donnerstag, den 27. Februar von 13:00 bis 14:00 Uhr. Wir freuen uns über Ihre Meinung zum Thema. (red, derStandard.at, 25.2.2014)

Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), einem parteipolitisch unabhängigen Vereins auf sozialpartnerschaftlicher Basis.


Mercedes Echerer ist Ex-EU-Parlamentarierin, Schauspielerin und Moderatorin. Von 1999 bis 2004 war sie Mitglied des Europäischen Parlaments für die Grünen, ohne Parteimitglied zu sein. Sie war in verschiedenen europäischen Parlaments-Ausschüssen, darunter Kultur, Jugend und Bildung. 

Diese Userdiskussion wurde in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik organisiert.


Foto: STANDARD/cremer
Share if you care.