EU-Kommission traut der Eurozone zarten Aufschwung zu

25. Februar 2014, 13:55
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Nach neuer Prognosen wird die Wirtschaft in der Eurozone leicht anziehen, die Lage am Arbeitsmarkt bleibt aber angespannt

Brüssel/Straßburg/Wien - Nach Überwindung der Rezession soll die Wirtschaft der Eurozone in diesem Jahr laut einer Prognose der EU-Kommission um 1,2 Prozent wachsen. Für Österreich wird heuer sogar ein noch stärkeres Wachstum (1,5 Prozent) vorhergesagt. Die Rekord-Arbeitslosigkeit bleibt 2014 fast unverändert hoch mit Raten von 12,0 Prozent im Euroraum, 10,7 Prozent in der EU und 4,8 Prozent in Österreich. Mit einer Entspannung rechnet die Kommission auch für 2015 nicht.

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Dafür soll im Jahr 2015 das BIP-Wachstum weiter anziehen, die Kommission rechnet mit einem Plus von 1,8 Prozent sowohl für die gesamte Eurozone als auch für Österreich. In der Eurozone wird demnach das durchschnittliche Budget-Defizit auf 2,6 Prozent unter die Drei-Prozent-Schwelle fallen, nachdem es im Vorjahr noch bei 3,1 Prozent lag. Für Österreich rechnet man mit einer leichten Steigerung von 1,7 auf 2,1 Prozent.

Deflationsgefahr gering

Die EU-Kommission stuft die Gefahr einer Deflation in Europa als "äußerst gering" ein. Laut Prognose beträgt die Inflationsrate in der Eurozone nach 1,0 Prozent in diesem Jahr wieder 1,3 Prozent im Jahr 2015. Nach einer "gedämpften Verbraucherpreisinflation" im Jahr 2014 komme es somit im Folgejahr "im Zuge eines dynamischeren Wirtschaftswachstums zu einem leichten Anstieg", heißt es in der Analyse.

"Eine auf Dauer extrem niedrige Inflation im Euroraum wäre mit Risiken für die Wiederherstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichts behaftet", warnte die EU-Kommission. "Angesichts der fortschreitenden Erholung und des wachsenden Vertrauens ist die Wahrscheinlichkeit von Schocks, die stark genug sind, um die Inflationserwartungen zu entankern und eine EU-weite Deflation in Gang zu setzen, jedoch äußerst gering."

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei knapp unterhalb von zwei Prozent gewahrt. Im Jänner betrug die Steigerung der Verbraucherpreise im Euroraum jedoch erneut nur 0,8 Prozent. Die anhaltend niedrige Inflationsrate im Euroraum hatte Sorgen vor einer Deflation geweckt. (APA/red, derStandard.at, 25.2.2014)

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