Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

25. Februar 2014, 18:32
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 zeigte sich fast unverändert und notierte um 0,17 Einheiten oder 0,01 Prozent über dem Vortageswert auf 3.157,48 Zähler.

Zu Handelsbeginn wurden Wachstumsdaten der Eurozone veröffentlicht. Demnach konnte Deutschland einen leichten Budgetüberschuss erzielen und sein Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent erhöhen. Auch in den folgenden Jahren geht die EU-Kommission von einem überdurchschnittlichen Wachstum von Europas größter Volkswirtschaft aus.

Durch Unterstützung Deutschlands soll dadurch 2014 in der Eurozone ein Wachstum von 1,4 Prozent erreicht werden. Auch die Neuverschuldung ist mit 2,6 Prozent des BIP in der gesamten Eurozone zurückgegangen. Probleme sieht die Kommission noch in der hohen Arbeitslosigkeit und weniger in der von Marktteilnehmern befürchteten Deflation. Die Behörde kommentierte, dass mit der vorhandenen Konjunkturerholung die Chancen auf eine Deflation äußerst gering seien.

In den USA wurden am frühen Nachmittag Daten zum Konsumentenvertrauen und zu den Häuserpreisen veröffentlicht. Während der deutliche Anstieg der Häuserpreise die Erholung am US-Immobilienmarkt ausdrückte, hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im Februar überraschenderweise etwas abgekühlt. Das Konsumbarometer sank von 79,4 auf 78,1 Punkte. Die Schätzungen von Experten hatten einen Anstieg auf 80 Punkte erwartet. Die aktuelle Lage bewerten die Amerikaner laut Umfrage so gut wie seit April 2008 nicht mehr. Eine Erklärung für die niedrige Konjunktureinschätzung könnte daher der harte Winter gewesen sein.

Nach Veröffentlichung der US-Daten weitete der DAX seine Tagesverluste etwas aus. Im Verlauf konnten diese aber wieder ausgeglichen werden.

Unter den Einzeltiteln konnte der weltgrößte Chemiekonzern BASF sein Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 18 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro steigern. Analysten bewerteten die Zahlen als gut, betonten aber, dass die Erwartungen für BASF ohnehin sehr hoch gelegen waren. Die Aktien des Chemiekonzerns konnten die anfänglichen Verluste im Tagesverlauf ausgleichen und schlossen auf 83,28 Euro mit 0,02 Prozent über dem Vortageswert.

Europas größter Versicherer Allianz dürfte laut Analystenmeinung den operativen Gewinn auf über zehn Milliarden Euro gesteigert haben. Dieser Wert wäre um 7 Prozent über dem Vorjahreswert und das trotz zweier Orkane und zahlreicher Überschwemmungen. Im November war der angepeilte operative Gewinn von Unternehmensseite auf 9,7 Mrd. Euro angehoben worden. Die Allianz wird ihre Jahresergebnisse am 27. Februar vorlegen. Am Dienstag gingen Allianz-Werte mit einem kleinen Plus von 0,15 Prozent bei 131 Euro aus dem Handel.

Der irische Baustoffkonzern CRH konnte sich an die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzen. Das Unternehmen verkündete zu Handelsbeginn sich von 45 Geschäften trennen zu wollen um die Profitabilität zu steigern. Der Prozess sei bereits in Gang gesetzt. Dank des guten Geschäfts im amerikanischen Raum konnte das Unternehmen den Umsatz mit 18 Mrd. Euro bisher relativ konstant halten. Die Aktien von CRH zogen um 6,18 Prozent auf 1.788 Pence an. (APA, 25.2.2014)

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