Israel griff Waffenlieferung für Hisbollah an

25. Februar 2014, 16:12
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Keine gesicherten Angaben: Luftwaffe bombardierte Aktivisten zufolge Raketenbasis - Miliz unterstützt Assad im Syrien-Krieg

Jerusalem/Beirut/Damaskus - Israels Luftwaffe hat in der Nacht auf Dienstag erneut Ziele an der Grenze zwischen dem Libanon und Syrien angegriffen, laut einem Experten galt der Angriff einer syrischen Waffenlieferung an die verbündete Hisbollah. Doch Israel und sein Erzfeind Hisbollah schweigen eisern.

Die israelische Luftwaffe hat nach libanesischen Berichten Ziele an der Grenze Syriens mit dem Libanon bombardiert. Die Angriffe hätten Stellungen der schiitischen Hisbollah gegolten, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA in der Nacht zum Dienstag. Hisbollah wollte regionale Medienberichte über mehrere Tote in ihren Reihen aber bisher nicht bestätigen.

Libanesische Sicherheitskreise sagten der Nachrichtenagentur dpa in Beirut, mindestens vier Raketen seien im Bergland zwischen den Orten Yanta und Nabi Sheet (Shit) eingeschlagen. Ein Militärexperte der israelischen Nachrichtenseite "ynet" schrieb am Dienstag, der Angriff habe offenbar einer Lieferung ballistischer Raketen aus Syrien an die Hisbollah gegolten. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv wollte die Berichte nicht kommentieren.

Auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wollte sich nicht zu den Berichten äußern, betonte jedoch, Israel werde alles tun, um die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Israelische Repräsentanten haben mehrmals erklärt, man werde Waffenlieferungen an die Hisbollah nicht dulden. Es ist der erste Bericht über einen solchen israelischen Angriff in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe nach Medienberichten mehrmals Ziele im Libanon und Syrien angegriffen.

Während des Libanonkriegs 2006 hatte die Hisbollah Tausende Raketen auf Israel abgefeuert. Nach Informationen des israelischen Verteidigungsministers Moshe Yaalon verfügt die Organisation heute über ein Arsenal von rund 100.000 Raketen. (APA, 25.2.2014)

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