Aus Mieten werden Uni-Bauten

24. Februar 2014, 17:43
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Mitterlehner: 200 Millionen Euro aus BIG-Gewinnen

Wien - Es wäre ja fast ein bisschen verwunderlich gewesen, wenn sich ein Wissenschaftsminister, der auch Wirtschaftsminister ist, mit großen Zahlen nicht auskennen würde. Mit Genugtuung registrierten die Rektorinnen und Rektoren am Montag bei der Plenarversammlung der Universitätenkonferenz (Uniko), bei der der neue Ressortchef Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zu Gast war, dass dieser den Finanzbedarf der Universitäten ungefähr gleich hoch beziffert wie die Uniko selbst.

Mitterlehner hatte zuletzt von 1,6 Milliarden Euro (inkl. Fachhochschulen und Forschung) gesprochen. Die Uniko deponierte einen Zusatzbedarf von 1,378 Milliarden Euro für die Jahre 2016 bis 2018. "Wir sind bei den Summen ziemlich nah beisammen", sagte Uniko-Präsident Heinrich Schmidinger von der Uni Salzburg im Standard-Gespräch: "Das unterstreicht die Notwendigkeit einer neuen Universitätsmilliarde als Mindesterfordernis doppelt."

In einem Punkt, den die Uniko schon länger kritisierte, gab es ebenfalls eine Annäherung: Mitterlehner wird den Unis bis 2017 zusätzlich 200 Millionen Euro für Bauten zur Verfügung stellen. Das Geld soll aus Gewinnen stammen, die die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) zwischen 2013 und 2017 aus Mieten der 21 Unis lukrieren wird. Die Uniko wünscht sich, dass die BIG den Uni-Bereich künftig gemeinnützig führt.

Im Parlament präsentierte Mitterlehner am Montag erstmals in seiner Funktion als Wissenschaftsminister Regierungsvorlagen: für die Medizinfakultät Linz eine 15a-Vereinbarung und das Promotionsrecht für die Donau-Uni-Krems. (nim, DER STANDARD, 25.2.2014)

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