Venezuela: General Vivas will sich nicht festnehmen lassen

24. Februar 2014, 20:28
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Dem oppositionellen Ex-Militär wird vorgeworfen, Pläne für Blockaden in Caracas entworfen zu haben

Caracas - Ein oppositioneller ehemaliger General hat sich in Venezuela in seinem Haus verbarrikadiert, um seine Festnahme zu verhindern. Die Regierung des Landes wirft dem General Angel Vivas vor, die Proteste mit angestiftet zu haben, die seit Wochen das Land erschüttern und mindestens elf Menschen das Leben gekostet haben.

Drahtseil über Straße gespannt

Vivas wird vorgeworfen, Mitschuld am tödlichen Unfall eines jungen Handelsangestellten zu tragen, weil er auf Twitter aufrief, gegen Motorradfahrer Kabel über Straßen zu spannen:

Polizisten, die Vivas am Sonntag festnehmen sollten, erwartete der Offizier bewaffnet mit Pistole und Gewehr; er verteidigte das Anwesen vom Dach aus.

Über Twitter verkündete der Offizier, dass "kubanische und venezolanische Söldner gemeinsam mit Kriminellen" bei ihm aufgetaucht seien, um ihn festzunehmen. Daraufhin scharte sich eine Gruppe Anhänger um sein Haus vor den Toren Caracas' und blockierte den Zugang.

Venezuelas Regierungschef Nicolas Maduro rief Vivas auf, sich zu ergeben. Vivas war 2009 aus dem Militärdienst entlassen worden, nachdem er Befehle des damaligen Präsidenten Hugo Chavez verweigert hatte. Dessen Nachfolger Maduro hat die Proteste gegen die Regierung als Teil einer Verschwörung zum Putsch bezeichnet. (red/APA, 24.2.2014)

  • Angel Vivas auf dem Balkon seines Hauses
    foto: reuters

    Angel Vivas auf dem Balkon seines Hauses

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