Editorial: Filz und Freunderlwirtschaft

24. Februar 2014, 17:22
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Die Vorgänge rund um die Hypo Alpe Adria beschäftigen Standard-Journalisten seit Jahren. Vieles von dem, was jetzt erst öffentlich diskutiert wird, haben wir schon berichtet. Für einige Berichte wurden wir sogar geklagt.

Jetzt, da diese Bank, die Haftungen des Landes Kärnten, die Verstaatlichung und vor allem die damit verbundenen Kosten für die Steuerzahler in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind, haben uns Leserinnen und Leser kontaktiert und gebeten, eine Zusammenfassung zu machen: Denn es ist schwierig, in dieser Causa den Überblick zu wahren.

Es geht um Politfilz in Kärnten und das Erbe Jörg Haiders, aber auch um das (Nicht-)Handeln dreier Finanzminister. Im Hintergrund agieren Berater, andere Banken - auch im Ausland - haben Interessen, die EU beobachtet die Vorgänge. Der Skandal rund um die Hypo Alpe Adria zeigt im Brennglas, wie Österreich funktioniert: Zum Vorschein kommen Filz, Freunderlwirtschaft und Zaudern auf politischer Ebene.

Wir haben das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, damit sich alle ihr Bild machen können: Denn es geht um unser aller Geld, jenes der Steuerzahler. (Alexandra Föderl-Schmid, DER STANDARD, 25.2.2014)

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