Soros will in Europas Banken investieren

23. Februar 2014, 15:54
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US-Großinvestor will in den europäischen Finanzsektor einsteigen

Paris - George Soros glaubt an den Euro. Der US-Großinvestorwill in den europäischen Finanzsektor einsteigen, wie er dem deutschen Spiegel sagt. "Deshalb freut sich mein Anlage-Team nun, bald jede Menge Geld in Europa zu verdienen - indem wir etwa Geld in Banken pumpen, die dringend Kapital benötigen."

Genau diese Art von privatem Engagement hätte die Eurozone jetzt dringend nötig, so der Mann. Soros denkt dabei durchaus auch an die echten Sorgenkinder und blickt dabei auch auf das hochverschuldete Griechenland. "Die wirtschaftlichen Bedingungen im Land haben sich verbessert", sagte der 83-Jährige. "Jetzt geht es um die Frage, ob man dort dauerhaft Geld verdienen kann - wenn das möglich ist, werden wir investieren."

Soros erneuerte seine Kritik an der Euro-Rettungspolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. "Die Sparpolitik, die Kanzlerin Merkel Europa aufgezwungen hat, war falsch. Sie hat die Krise unnötig verschärft." Die Lage an den Finanzmärkten habe sich zwar beruhigt, aber von einem dauerhaften Aufschwung könne keine Rede sein. "Ich fürchte, dass die Eurozone eine ähnlich lange Phase ökonomischer Stagnation erleben könnte wie Japan in den vergangenen 25 Jahren. (APA/red, derStandard.at. 23.2.2014)

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