Großer Empfang für Panda-Pärchen in Belgien

Ansichtssache23. Februar 2014, 14:45
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Brüssel/Wien - Belgien hat am Sonntag zwei von China ausgeliehenen Pandabären einen großen Empfang bereitet. Ministerpräsident Elio Di Rupo empfing die Tiere persönlich am Flughafen von Brüssel. Rund hundert Journalisten und 40 Kinder einer benachbarten Schule begrüßten die Bären bei strahlendem Sonnenschein.

Die in einem pagodenförmigen Käfig untergebrachten Pandas wurden anschließend auf einen Lastwagen gehievt, mit dem sie unter Polizeischutz bis zum Tierpark "Pairi Daiza" in Brugellette gebracht werden sollten. Das vier Jahre alte Weibchen Hao Hao (Die Freundliche) und das gleichaltrige Männchen Xing Hui (Funkelnder Stern) sollen 15 Jahre lang als Leihgabe in Belgien bleiben. Im Zoo von Brugellette waren am Sonntag sämtliche Eintrittskarten ausverkauft - obwohl die Verwaltung schon zuvor gewarnt hatte, das die Pandabären erst nach dem Ende ihrer Quarantäne und einer Eingewöhnungszeit Anfang April zu sehen sein werden.

Ein Gehege um zehn Millionen Euro

Um die Pandas unterzubringen, hatte der Zoo zehn Millionen Euro in ein großes und komfortables Gehege samt Schwimmbecken, Höhle und Bambushain gesteckt. Zudem kostet die tierische Leihgabe laut belgischen Presseberichten pro Jahr eine Million Euro "Miete". Der Große Panda gehört zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Erde. Nur noch 1.600 Exemplare leben in freier Wildbahn, 300 weitere werden in Zoos gehalten.

Auch die Pandabären im Tiergarten Schönbrunn sind Leihgaben aus China. Erst im vergangenen November wurde ein Vertrag unterzeichnet, dass das Panda-Pärchen Yang Yang und Long Hui weitere zehn Jahre im Tiergarten bleiben wird. Bestandteil des Vertrages ist auch, dass Pandabub Fu Bao wie seine Brüder Fu Long und Fu Hu mindestens zwei Jahre in Wien bleiben darf. Das entspricht dem Zeitpunkt, an dem die Jungen auch im Freiland ihre Mütter verlassen und sich ein eigenes Revier suchen. (APA, 23.2.2014)

foto: apa/epa/olivier hoslet
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