Tchibo stoppt Werbung mit den Klitschkos wegen Krise in der Ukraine

23. Februar 2014, 14:17
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Unternehmen hält es für "unangebracht, diesen Film noch zu zeigen"

Berlin - Die deutsche Einzelhandelskette Tchibo hat wegen der Krise in der Ukraine die Ausstrahlung eines Werbespots mit dem dortigen Oppositionsführer und Ex-Boxer Vitali Klitschko gestoppt. "Angesichts der Bilder, die uns in den letzten Tagen aus Kiew erreicht haben, scheint es uns nicht angebracht, diesen Film noch zu zeigen", sagte Tchibo-Sprecher Arnd Liedtke dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Der Zeitung zufolge sollten Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir in dem 30 Sekunden langen Film für verschiedene Fitnessprodukte wie etwa ein Springseil werben. Der Spot sei bereits im Sommer gedreht worden und hätte in Kürze ausgestrahlt werden sollen.

Schaden unklar

Auf den Produkten sind den Angaben zufolge die Gesichter der Klitschko-Brüder aufgedruckt. "Das lässt sich aber nicht mehr ändern", sagte Tchibo-Sprecher Liedtke dem Blatt. Wie hoch der finanzielle Schaden durch die zurückgezogene Werbung ist, wollte er laut "Tagesspiegel am Sonntag" nicht sagen. Sowohl die Klitschko-Brüder als auch die Werbeagentur seien bezahlt und die Fernsehsendezeiten für den Film größtenteils verbindlich gebucht worden.

Vitali Klitschko ist einer der führenden Köpfe der ukrainischen Opposition. Bei monatelange Massenprotesten in dem Land und Zusammenstößen von Demonstranten und Sicherheitskräften hatte es in den vergangenen Tagen zahlreiche Tote gegeben. Am Samstag setzte das Parlament Präsident Viktor Janukowitsch ab. (APA, 23.2.2014)

  • Treffen mit hochrangigen Politikern standen zuletzt beinahe täglich auf dem Plan. Am Donnerstag verhandelte Vitali Klitschko mit Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier und dessen polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski.
    foto: epa/brakemeier

    Treffen mit hochrangigen Politikern standen zuletzt beinahe täglich auf dem Plan. Am Donnerstag verhandelte Vitali Klitschko mit Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier und dessen polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski.

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